Der Rat für die Künste in Berlin hat mit seiner Arbeitsgruppe Urbane Praxis eine Initiative gestartet, die seit 2021 mit Berliner Akteur*innen in einem Verbund von stadtweiten Campusprojekten das Kooperations- und Aktionsfeld »Urbane Praxis« aufzeigt.
Stadtbad Chemnitz, 10.10.2025. Im Rahmen von Art of Assembly (Florian Malzacher), Kulturhauptstadt Europa 2025
Die Neuen Auftraggeber sind neben KOW mein zweites großes Projekt der letzten bald 20 Jahre. Es ist im Kern ein kulturpolitisches Projekt „von unten“ bzw. aus der Zivilgesellschaft heraus, das weder von künstlerischer Autonomie noch von Partei- oder Regierungspolitik ausgeht, sondern von den Bedarfen und Ideen von Bürgerinnen und Bürgern. Ich habe dieses Programm in Deutschland maßgeblich aufgebaut.
Sommerakademie Salzburg, ETH Zurich, Hoschschule Luzern, École Superieure de Beaux Art Paris, NYU New York, Goldsmith College London, HKM Cologne, Bauhaus Universität Weimar, HfbK Dresden, Kunstakademie Düsseldorf, Kunstakademie Weissensee, UDK Berlin, Universität Lüneburg, HfbK Hamburg
KOW, die Galerie, die ich mitgegründet habe, ist ein privates Unternehmen. Aber sie ist auch ein Raum zur Schaffung öffentlicher Momente und öffentlicher Sichtbarkeit. Seit 2009 gab es neben Ausstellungen auch zahlreiche Veranstaltungen mit unterschiedlichen Publika: Diskussionen, Konferenzen, Konzerte, Performances, Lesungen und Buchpräsentationen. Jede Eröffnung einer Ausstellung ist ebenfalls ein öffentlicher Anlass und manchmal ein Fest. Tatsächlich dient eine Galerie wie KOW als Schnittstelle zwischen privaten und öffentlichen Interessen, Diskursen und Ökonomien.
Pınar Öğrencis Werk versteht es, uns die Vergangenheit so in den Schoß zu legen, dass wir uns um sie kümmern müssen, um in Zukunft anders zu leben. Mit ihrem Projekt Glück auf in Deutschland! stieg Öğrencis 2024 hinab in die Archive der Gastarbeitergeschichte des Ruhrgebiets und brachte Leben und Bilder zu Tage, die unbekannt sind. Körper und… Pınar Öğrenci. Glück auf in Deutschland! (2024) weiterlesen
Benjamin-Immanuel Hoff, bis 2024 Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten im Freistaat Thüringen, sprach mit mir in seinem Podcast Kunst der Freiheit über Kunst im Bürgerauftrag.
„Von Bürgergruppen beauftragte Kunstwerke können eine Chance für mehr Teilhabe sein, sagt Galarist Alexander Koch. Er hat die „Neuen Auftraggeber“ mitgegründet – mit dem Ziel, dass Künstler im Auftrag von Bürgern Kunstwerke entwickeln.“
KOW Berlin
Während sich im Jahr 2024 die Welt immer weiter militarisierte und Berlin dabei eine unrühmliche Rolle spielte, wiesen wir auf das Verletzliche, das menschlichen Körpern und Ordnungen zu Eigen ist. Mit Anna Boghiguian, Candice Breitz, CATPC, Alice Creischer, Chto Delat, Clegg & Guttmann, Heinrich Dunst, Anna Ehrenstein & Rebecca Pokua Korang, Sophia Eisenhut & Max Eulitz, León Ferrari, Peter Friedl, Sophie Gogl, Barbara Hammer, Ramon Haze, Hiwa K, Hudinilson Jr., Simon Lehner, Pınar Öğrenci, Mario Pfeifer, Dierk Schmidt, Michael E. Smith, Helena Uambembe, Franz Erhard Walther, Clemens von Wedemeyer, Tobias Zielony, kuratiert von Alexander Koch, Nikolaus Oberhuber und Anna Wlach
Wenn es um die Frage geht, wie sich eine verantwortliche künstlerische Position im auf und ab der Zeiten formulieren kann, ist Alice Creischer eine bedeutende Stimme der politischen Kunst in Deutschland. Ihre neue Ausstellung bei KOW handelt von Kunst im Klimakatastrophenkapitalismus und findet – horcht auf! – eine Lösung? Mehr, immer mehr! Das geht nicht… Alice Creischer. Sursursurplus, KOW (2024) weiterlesen
Erschienen in Kunstforum International, Band 297
Wie ordnen wir uns an? Wie werden wir angeordnet? Und wie lässt sich das zeigen? Clemens von Wedemeyers neue Filme, die KOW anlässlich des Gallery Weekend 2024 zeigt, tauchen ein in die Frage nach der Netzwerkhaftigkeit unserer Existenz und problematisieren deren Darstellbarkeit. Hauptwerk der Ausstellung ist ein abstrakter Animationsfilm. Vor schwarzem Grund nehmen weiße Punkte… Clemens von Wedemeyer. Social Geometry, KOW (2024) weiterlesen
Das Berliner Straßenmagazin Karuna Kompass lud die Gesellschaft der Neuen Auftraggeber als Gastredaktion ein. Unterstützt von Chefredakteurin Astrid Mania entstand ein ganzes Heft über Kunst im Bürgerauftrag. Im Oktober und November 2024 war der Karuna Kompass #58 in einer Auftrage von 30.000 Exemplaren auf den Straßen Berlins erhältlich.
Über Zensur und Staatsräson in Deutschland. Erschienen auf Artmagazine.cc und in englischer Übersetzung auf spikeartmagazine.com
Museum Folkwang Essen
Symposium „New Landscapes – NFTs and the Museum“.
In February 2022, the Congolese Plantation Workers Art League (CATPC) minted the Balot NFT – a first case of digital restitution…
TRAFO-Ideenkongress 2023: Förderung zwischen Qualitätsanspruch und Nachhaltigkeit. Mit Doreen Götzky, Kirsten Haß, Gesine Märtens, Alexander Koch, Moderation: Ellen Schweda
Peter Friedl ist Historiker. Und wie für Historiker üblich, erzählt Friedl Geschichte(n). Er erzählt sie, so könnte man sagen, aber nicht durch, und schon gar nicht zu Ende. Vielmehr schafft Friedl Schauplätze – griechisch „theatra –, an denen es etwas zu sehen gibt. Situationen, in denen sich etwas ereignet, oder sollte man präziser sagen: geneigt… Peter Friedl. Teatro Popular, KOW (2023) weiterlesen
in: Opération Nouveaux Commanditaires, 2023
Für das neue Buch von François Hers, dem Erfinder der Neuen Auftraggeber, warf ich ein Schlaglicht auf die Frage, ob sein Protokoll „universellen Charakter“ besitzt.
Einen sicheren Unfall, einen Safe Crash, den gibt es nicht. Unfall ist Unfall. Außer im Kino, denn da ist ja alles gestellt. Die Schauspieler am Lenkrad sind sicher, wenn es für die Kameras kracht. Und genau dies ist im linken der zwei Bilder von Simon Lehner zu sehen: Ein verunfalltes Auto, es scheint noch frisch… Simon Lehners Safe Crash (2023) weiterlesen
Ein Gespräch zwischen dem Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler Wolfgang Ullrich und dem Kunstsammler Mario von Kelterborn. Eingeladen von KOW und Ludwig Seyfarth (Kurator und Kunstkritiker). Moderation: Alexander Koch
Seit 2019 lebt Marco Castillo mit seiner Familie im Exil in Mexiko. Seine neue Ausstellung bei KOW thematisiert die Zensur und Repression in Kuba, die sich in den letzten Jahren verstärkt haben und sich in ihrer Ausübung und Wirkung von der Gewalt manch anderer Regime dadurch unterscheiden, dass sie – nun ja, man könnte sagen:… Marco Castillo. Casa Negra, KOW (2023) weiterlesen
Skulpturenmuseum Marl
Nach Jahren der Recherche setzte Mario Pfeifer dieses Filmprojekt um, an dem ich vom Drehbuch bis zur Montage mitwirken konnte. Der Film erhielt 2023 den Hessischen Filmpreis und – schöner noch – 2024 den Deutschen Menschenrechts Filmpreis. Der Tod des Asylsuchenden Oury Jalloh im Dessauer Polizeigewahrsam wurde einer der größten Justizskandale Deutschlands. Gegen alle Mühen der Vertuschung hat Mario Pfeifer den Fall ein weiteres Mal aufgerollt und mit seinem Filmprojekt neue Beweise geliefert. Dass Polizisten Oury Jalloh tatsächlich ermordet haben, was als einzig plausible Konsequenz erscheint, wollen Justiz, Politik und Medien bis heute dennoch nicht wahrhaben.
Meine Gespräche mit Künstlerinnen und Künstlern basieren auf einer langen Freundschaft und Zusammenarbeit. Ich denke, sie gehen tiefer als die meisten Interviews es können. Mit Renzo Martens verbrachte ich einen langen Abend in meinem Gartenhaus in Brandenburg – irgendwann starteten wir das Mikrofon.
2018 wurde ich angefragt, ein Konzept für die documenta 15 zu entwickeln. Ich hatte schon mehrfach versucht, die Methodik der Kunst im Bürgerauftrag auf verschiedene Biennalenformate zu übertragen. Aber die documenta bedeutete einen anderen Maßstab. Ich machte mir wenig Hoffnung, dass mein Vorschlag durchkommen würde, aber es war interessant, diesen Plan zu entwickeln. In Wahrheit war er eher utopisch und es hätte eigentlich zehn Jahre gebraucht statt fünf, um das zu schaffen, was mir vorschwebte. Als „Gesicht“ und Frontperson der d15 konnte ich Bruno Latour gewinnen, ein langjähriger Partner der Neuen Auftraggeber. Ich hätte die Arbeit im Hintergrund gemacht. Die Auswahlkommission entschied sich dann bekanntlich für Ruangrupa. Da die Öffentlichkeit von meiner Idee nichts weiß, veröffentliche ich sie hier.
Erschienen in: Vera Hofmann, Johannes Euler, Linus Zurmühlen, Silke Helfrich (Hg.), Commoning Art. Die transformativen Potenziale von Commons in der Kunst, Bielefeld 2022
Aus unserer zweijährigen Kooperation mit dem Commons Institute heraus entstand diese Publikation, die grundlegende Aspekte von Kunst und Commoning vorstellt.
Ein umfassender Band mit Werkstatteinblicken in künstlerische und bürgerschaftliche Prozesse der Zusammenarbeit. Erstmals ist hier die „Kunst im Bürgerauftrag“ in vielen Details nachvollziehbar.
Neue Auftraggeber. Kunst im Bürgerauftrag. Mit Gerrit Gohlke, Alexander Koch, Tina Veihelmann. Herausgeber: Gesellschaft der Neuen Auftraggeber – GNA gGmbH. Gestaltung: Marie Lautsch. Spector Books, Leipzig 2022
Gespräche mit Alice Creischer geraten schnell tief und sind substantiell. Über 20 Jahre sind wir verbunden, als wir uns im Herbst 2022 in meinem Brandenburger Gartenhaus treffen.
Ich lud Olga Egorova/Tsaplya und Dmitry Vilesky von Chto Delat in mein Gartenhaus in Brandenburg, nachdem sie aus Russland hatten fliehen und alls zurücklassen müssen. Ich habe ihren Weg über zehn Jahre lang begleitet.
KOW Berlin
Die Ausstellung war eine Reaktion auf den Zuschreibungsterror, der sich seit der documenta 15 in Deutschland in Medien und Politik breitgemacht hat und seither die Kunst- und Meinungsfreiheit im Land (in vielen Ländern) stetig mehr bedroht bzw. schon mit Zensur und Defunding belegt hat. Mit Anna Boghiguian, Candice Breitz, Marco A. Castillo, Alice Creischer, Chto Delat, Heinrich Dunst, Anna Ehrenstein, Peter Friedl, Sophie Gogl, Clegg & Guttmann, Barbara Hammer, Hiwa K, Simon Lehner, Renzo Martens, Oswald Oberhuber, Mario Pfeifer, Santiago Sierra, Michael E. Smith, Franz Erhard Walther, kuratiert von Alexander Koch
Am 30.09.2022 stellten wir, die Neuen Auftraggeber, zusammen mit Hortensia Völckers (Künstlerische Direktorin und Vorstand der Kulturstiftung des Bundes) eine Bilanz der sechsjährigen Pilotphase der Neuen Auftraggeber in Deutschland vor. Akteure aus beispielgebenden Projekten wurden live hinzugeschaltet. Neben qualitativen Erfolgen ließen sich über statistische Zahlen auch quantitative Ergebnisse zeigen.
Gäbe es ihn nicht – man müsste ihn erfinden. Mit Heinrich Dunst verbindet mich eine lange und tiefe Freundschaft. Erst später wurde ich auch sein Galerist. Er kam von Wien in mein Brandenburger Gartenhaus, und wir nahmen einfach auf.
„WirKommunalen – Nachgefragt!“ ist der Podcast des Netzwerks der Jungen Bürgermeister*innen. Von Henning Witzel.
Zoom-Gespräch auf Französisch zwischen Lusanga, DRC, und Berlin
CATPC und Renzo Martens machen mit ihrer Ausstellung bei KOW einen nächsten Schritt in ihrer langjährigen Zusammenarbeit, die tief in koloniale Zusammenhänge und Mechaniken der Kunstwelt eindringt, um sie zu begreifen und zu verändern. Zu sehen sind sechs neue Dokumentarfilme (2022), Martens’ viel diskutierter Film White Cube (2020) und der Launch eines NFTs als neues… CATPC & Renzo Martens. Balot, KOW (2022) weiterlesen
Erschienen in: Gesellschaft der Neuen Auftraggeber (Hg.), Kunst im Bürgerauftrag, Leipzig/ Berlin, 2022
Dieser Essay kann als gute Einführung in Methode und Geschichte der Neuen Auftraggeber gelten. Er steht der Publikation voran, in der wir 2022 nach sechsjähriger Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes 16 Projekte dokumentierten.
Ein Comicbuch, das von den Möglichkeiten einer gemeinsamen Zukunft erzählt. Es entstand, als zehntausende geflüchtete Menschen 2015 nach Berlin kamen und ich etwas tun wollte, und dann auch konnte.
Temple of Refuge. Im Auftrag von Sartep Namiq. Mit Felix Mertikat, Sartep Namiq, Bruce Sterling, Matthias Zuber. Konzept, Entwicklung und Produktion: Alexander Koch. Egmont Comic Collection, Berlin, 2021
Bei dieser Kooperation hat ARCH+ ein Sonderheft über Projekte der Neuen Auftraggeber gemacht, die sich mit Architektur und Städtebau befassen.
ARCH+ features 104: Initiator of Change: New Patrons. Mit Anh-Linh Ngo und Jane Rendell. Herausgegeben von ARCH+ in Kooperation mit der Gesellschaft der Neuen Auftraggeber. ARCH+, Berlin 2021
in: Traum(a)land, Wer wir sind und sein könnten, Identität & Zusammenhalt in Ost und West, 2021
45 Autor:innen unterschiedlicher Generationen aus Ost- und Westdeutschland berichten über Transformationserfahrungen der letzten Jahrzehnte. Seit ich 1992 vom Westen (NRW) in den Osten (Dresden) ging, habe ich meine eigene Geschichte mit der Wiedervereinigung am Laufen.
Ich will nicht. Ich kann nicht. Ich darf nicht! Nicht jetzt. Vielleicht morgen wieder. Ständig müssen wir aufschieben, was wir wollen würden, tun müssten, wünschen könnten. Das Handeln hat sich lange nicht mehr so angefühlt wie eine ungewisse Tätigkeit, die gerade jetzt mutmaßlich unangebracht ist und übermorgen vielleicht ebenso. Vielleicht ist man zu Hause. Vielleicht gehen… Sophie Gogl. Jars, KOW (2021) weiterlesen
Erschienen in: Martin Köttering (Hg.), Lerchenfeld Nr. 57, Hochschule für bildende Künste Hamburg, April 2021
Für das Lerchenfeld Magazin durfte ich einen Eröffnungsessay schreiben, in dem ich meine theoretische Arbeit zum „Ausstieg aus der Kunst“ etwas humorig und ohne Theorieanspruch aufgriff.
Auf Einladung von Candice Breitz und Bettina Steinbrügge machte ich 2021 – mitten im Corona Lockdown – diesen Beitrag zu ihrer Reihe ‚This is Germany‘.
Man tut sich schwer mit dem Thema Restitution. Die ehemalig Kolonisierten fordern, man solle ihnen die Kulturgüter zurückgeben, die während der Kolonialzeit gestohlen wurden oder auf fraglichen Wegen in deutsche Sammlungen gelangten. Die Bundesrepublik dagegen bringt vor, das alles sei nicht so einfach – und baut gar das alte Preußenschloss wieder auf, von dem aus… Dierk Schmidt. Kolonnen – Hohenzollern ist jetzt ein Verb, KOW (2020) weiterlesen
Erschienen in: Magazin #34, Dilemmata, Kulturstiftung des Bundes, 2020
Heutige Formen der Repräsentation können den Glauben, dass die Wenigen die Vielen angemessen vertreten, nicht länger mobilisieren. Gleichzeitig entstehen neue Formen der Selbstvertretung, die nach Wegen der eigenen Institutionalisierung (und Macht) suchen. Das Dilemma besteht darin, dass der Wunsch nach mehr Mitbestimmung jenseits gängiger repräsentativer Prozesse Akteure und Methoden quer durch das politische Spektrum antreibt, von weit links bis weit rechts, und damit nicht per se auf mehr Gemeinsinn und demokratischen Esprit hinausläuft. Für die engagierte zeitgenössische ist das eine Herausforderung. Sie muss sich neu positionieren.
Erschienen auf: p|art|icipate, ejournal des Programmbereich Gesellschaft & Nachhaltigkeit | Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion, Universität Salzburg
Mediation im Programm Neue Auftraggeber – ein Handlungsmodell
Erschienen in: Norbert Sievers, Ulrike Blumenreich, Sabine Dengel, Christine Wingert (Hg.), Jahrbuch für Kulturpolitik 2019/20
Eine Kritik am Heimatdiskurs
Erschienen in: Hildegund Amanshauser, Kimberly Bradley, Navigating the Planetary. A guide to the planetary art world—its past, present, and potentials, Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg, Wien 2020
IRRE Bauhaus Institut für Regionale Realitätsexperimente, Bauhaus Universität Weimar
„Der letzte Tag des Jahres“ ist mein literarisches Debüt, eine Erzählung. Am 31.12.2018 ertrank meine Freundin Maria Magdalena L. im Atlantik, ich selbst überlebte knapp. Der Text erzählt die Wochen vor und nach diesem Ereignis. Es ist eine Liebesgeschichte, ein Portrait, eine Reiseerzählung, der Krisenbericht eines Galeristen im Burnout – vor allem aber ist es eine Tragödie und das autobiografische Dokument eines Ausnahmezustands. Noch ist der Text nicht veröffentlicht. Ich stelle hier Leseproben zur Verfügung.
Das Weiße Haus ist bewohnt von Regenwürmern. Sie kriechen durchs Oval Office, in die privaten Gemächer, hängen von dem Fahnenmast auf dem Dach, schmieren ihren Schleim auf die amerikanische Flagge. Das Video Casa Blanca von 2005 ist der Auftakt unserer Ausstellung. Wird hier ein stolzes Symbol geschändet? Eine Ikone beschmiert? Was hatte León Ferrari im Sinn? Blasphemie?… Leon Ferrari. Toasted Angels, Sounds of Steel, KOW (2019) weiterlesen
neue Gesellschaft für bildende Kunst und Berlinische Galerie. Mit Marius Babias, Jochen Becker, Claudia Büttner, Matthias Einhoff, Lilian Engelmann, Elke Falat, Guido Fassbender, Thomas Flierl, Sophie Goltz, Simone Hain, Hauke Heumann, Folke Köbberling, Alexander Koch, Thomas Köhler, Stefan Krüskemper, Felix Laubscher, María Linares, Maria Lind, Elfriede Müller, Constanze Musterer, Cornelia Offergeld, Adam Page, Britta Peters, Kerstin Polzin, Juschka Marie von Rüden, Karin Scheel, Heinz Schütz, Simon Sheikh, Park Fiction / PlanBude (Margit Czenki, Christoph Schäfer, Renée Tribble), Claudia Wahjudi, Joanna Warsza, Torsten Wöhlert
Paneldiskussion im Grünen Salon der Berliner Volksbühne mit Lewamm Ghebremariam (Kampagnenstrategin change.or), Christopher Lauer (Publizist und ehemaliges Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses) und Alexander Koch (Direktor Gesellschaft der Neuen Auftraggeber, Berlin), Moderation: Christine Watty (Deutschlandfunk)
Paneldiskussion im Grünen Salon der Berliner Volksbühne mit Mark Terkessidis (Autor und Migrationsforscher), Wolfgang Merkel (Wissenschaftszentrum für Sozialforschung, Berlin), Dr. Juliane Stückrad (Büro für Angewandte Kulturforschung, Eisenach/ Lehrstuhl für Volkskunde an der Friedrich-Schiller-Universität Jena) und Alexander Koch (Direktor Gesellschaft der Neuen Auftraggeber, Berlin). Moderation: Simone Miller.
KOW Berlin
Die Begegnung zweier Klassiker: Clegg & Guttmann und Franz Erhard Walther, kuratiert von Nikolaus Oberhuber und Alexander Koch. Tolle Ausstellung!
KOW Berlin
Berliner Stadtpolitik, neofeudale Transformation, organisierte Ungerechtigkeit. Nicht zum ersten Mal werden diese Themen zum Anlass für eine Ausstellung bei KOW. Mit Alice Creischer, Dierk Schmidt, Michael E. Smith, Brandlhuber+, Larissa Fassler, Adelita Husni-Bey, Peng!, Andrea Pichl, Andreas Siekmann, Bárbara Wagner & Benjamin de Burca, Weekend & Plaste, kuratiert von Alexander Koch und Nikolaus Oberhuber
Fluentum Collection Berlin
Auf Einladung der Fluentum Collection in Berlin entwickelten Nikolaus Oberhuber und ich dieses Projekt, das filmische Kunstwerke vor allem als akustische Werke präsentierte. Mit Patty Chang, Frank Heath, Hiwa K, Adelita Husni-Bey, Sven Johne, Ferhat Özgür, Stefan Panhans, Martin Skauen, Hito Steyerl, Vibeke Tandberg, Ignacio Uriarte, Katarina Zdjelar.
Paneldiskussion im Grünen Salon der Berliner Volksbühne mit Alice Creischer (Künstlerin, Autorin), Dorothea von Hantelmann (Kunsthistorikerin, Kuratorin), Maria Schmidt (Aktivistin, Extinction Rebellion), Zoë Claire Miller (Künstlerin, Sprecherin bbk berlin, Mitbegründerin Berlin Art Prize), Moderation: Alexander Koch
Paneldiskussion im Grünen Salon der Berliner Volksbühne, in Kooperation mit der Berghof Foundation, mit Hans-Joachim Gießmann (Executive Director der Berghof Foundation), Nicole Rieber (Projektmanagerin Digitale Friedenspädagogik), Angela Mickley (emer., Konfliktbearbeitung, Friedenserziehung und Ökologie im an der FH Potsdam), Mechthild von Schwerin (Mediatorin, Landschaftsplanerin, Künstlerin), Moderation: Alexander Koch
Führung durch Ahmet Ögüts Ausstellung
Erschienen in: Howaldt, Kaletka, Schröder, Zirngiebl (Hg.), Atlas of Social Innovation. 2nd Volume – A World of new Practices, 2019
„Die Reihe „Atlas of Social Innovation“ bietet in übersichtlicher Form einen umfassenden Überblick über die Welt der sozialen Innovation. Er stellt die Perspektiven führender Experten aus Forschung und Praxis vor. Er gibt Einblicke in die vielfältigen Erscheinungsformen, Kontexte und Perspektiven sozialer Innovation.“
Mario Pfeifer setzt sich in Again / Noch einmal (2018) mit einem Vorfall auseinander, der für Deutschland so typisch geworden ist: Im Mai 2016 kam es an der Kasse eines Supermarktes in Arnsdorf (nahe Dresden in Sachsen) zu einer unschönen Szene. Der junge Mann Shabaz Al-Aziz, der 2015 aus dem Irak nach Deutschland floh, wollte eine fehlerhafte Sim-Karte umtauschen…
Alice Creischers Ausstellung ist ein Stück deutscher Gegenwart. Und dabei auch ein Stück politischer und künstlerischer Kontinuität. Im Untergeschoss der Galerie stottern die Werke sich durch gesellschaftliche Entwicklungen während der letzten dreißig und mehr Jahre, die so häufig kritisch beschrieben wurden, dass man heute kaum noch weiß, wie man wieder, und weiter, und noch einmal… Alice Creischer. His Master’s Voice, KOW (2018) weiterlesen
Interview von Saskia Trebing anlässliich der Ausstellung „Was Euch am Leben hält, ist, was bei uns zu Asche zerfällt“ bei KOW.
Erschienen in: Monopol, Magazin für Kunst und Leben, 08.09.2018
TRAFO Ideenkongress, Kulturstiftung des Bundes, Halle (Saale)
Akademie der Künste der Welt Köln, Zusammenarbeit mit Aneta Rostkowska. Mit Boris Groys, Mikołaj Iwański, Alexander Koch, Sarah van Lamsweerde, Maria Lind, Cecylia Malik, Suhail Malik, Oliver Marboeuf, Esther Mugambi, Britta Peters, Nataša Petrešin-Bachelez, Aneta Rostkowska
KOW Berlin
Die Ausstellung entstand spontan binnen weniger Tage als Reaktion auf die rechtsradikale Eskalation in Chemnitz. Die Künstler*innen waren dankenswerter Weise sofort bereit, mitzumachen. Mit Alice Creischer, Henrike Naumann, Mario Pfeifer, Michael E. Smith, Tobias Zielony, kuratiert von Alexander Koch und Nikolaus Oberhuber
Auf dem Gelände der Jahrhunderthalle Bochum installierte Olu Oguibe einen universellen Aufruf an die Jugend aller Nationen in drei Sprachen: auf Deutsch und Englisch, den im europäischen Raum meist verbreiteten Sprachen – und auf Romani, derjenigen Sprache, die eine große Minderheit repräsentiert und für eine der frühesten migrantischen Gruppen in Europa steht.
2018 vertrat ich als Galerist die Interessen von Olu Oguibe – und geriet so hinein in einen krassen Kunst-Konflikt. Nach schmutzigen Kampagnen, plötzlichem Abbau des Werkes und den folgenden komplizierten Verhandlungen wurde Oguibes Obelisk – vor allem wegen des Engagements Kasseler Bürgerinnen und Bürger – dauerhaft wiederaufgebaut und ist heute ein Kasseler Wahrzeichen.
neue Gesellschaft für bildende Kunst, Berlin
Mit Beatrice von Bismarck, Alexander Koch, Jochen Becker, Susanne Weiß, Lilian Engelmann
Vortrag im Einstein Forum Potsdam über Geschichte, Beispiele und Potenziale der Kunst im Bürgerauftrag nach dem Protokoll der Neuen Augtraggeber
Interview von Thérèse Legierse mit Alexander Koch (Die Neue Auftraggeber, Berlin) über die Implementierung des Protokolls der Neuen Auftraggeber in Deutschland.
Interview von Thérèse Legiers mit Alexander Koch (Die Neue Auftraggeber, Berlin) über seine Aktivitäten in Afrika.
Erschienen in: Ausstellungspublikation Neues Museum Nürnberg, 2017
Über Kunst zu schreiben, kann sonderbar sein. Ich hatte nur Fotos von der Installation und begann einfach, zu beschreiben, was ich da sah. Ich hatte keine Ahnung, worauf meine Lektüre dieser schlichen Installation hinauslaufen würde – und war dann voller Demut und Hochachtung, wie Michael E Smith es geschafft hatte, die Nazigeschichte der Stadt Nürnberg auf den Punkt zu bringen. Auf den Titel des Textes kam ich erst, als ich das verstanden hatte.
Das d14-Bashing hatte mich geärgert. Ich war dankbar, in diesem Interview erklären zu können, was ich von der documenta 14 glaubte, gelernt zu haben.
Da kratzt etwas am Fundament. Schwärme von Denkern untergraben derzeit ein Weltbild, in dessen Mitte der Menschen sitzt. Was Sloterdijk einmal polemisch als die absteigende Entwicklungslinie vom Gott zum Menschen und vom Menschen zum Schlumpf bezeichnet hat, könnte man als eine Reihe narzisstischer Kränkungen des abendländischen Subjekts beschreiben: Kopernikus zerbrach die Illusion, das Universum kreise… Heinrich Dunst. Things, Not Words. KOW (2017) weiterlesen
Mehr Licht! Baut mehr Leuchttürme! Trinkt Phosphor! Etwas muss den Autokraten und Neofeudalisten, die in den USA, der Türkei, Polen, England und anderen Ländern das Licht ausmachen, entgegenscheinen. Aber was? Was ist zu tun? Chto Delat?! Seit 14 Jahren trägt das Kollektiv aus Moskauer und Sankt Petersburger Künstlern, Intellektuellen und Aktivisten diese Frage programmatisch in… On the Possibility of Light. Chto Delat, KOW (2017) weiterlesen
Erschienen in: Eva Barois de Caevel, Els Roelandt (ed.), CATPC, Cercle d’art des travailleurs de plantation congolaise, Congolese Plantation Workers Art League, Sternberg Press 2020
Das Projekt von CATPC und Renzo Martens begleite ich seit vielen Jahren. Beide werden von KOW vertreten. Hier habe ich – aus Sicht des Galeristen – einmal sachlich dargestellt, wie die Skulpturen von CATPC entstehen, poduziert und vertrieben werden.
Leider ist das alles nicht so einfach. Rechts-, Mitte-, Links-Populismus, post-faktisches Zeitalter, gespaltene und manipulierte Gesellschaften – das fühlt sich an wie eine apokalyptische Abwärtsspirale, doch apokalyptische Gefühlslagen helfen nicht. Spaltung hilft nicht. Fakt ist: Was heute manche erschüttert, macht andere heiter und mutig. Wo aufkommende Regierungsformen bei den einen Fluchtinstinkte wecken, sehen sich andere… Über Angst und Bildung, Enttäuschung und Gerechtigkeit, Protest und Spaltung in Sachsen / Deutschland. Mario Pfeifer, KOW (2016) weiterlesen
in: Politik der Kunst. Über Möglichkeiten, das Ästhetische politisch zu denken, 2016
2015 moderierte ich das Symposium „Politik der Kunst“ des Goethe Instituts an der Akademie der Künste in Berlin. In der anschließenden Publikation stellte ich dar, warum ich die antiessentialistische Philosophie Richard Rortys seit langem schon für besonders geeignet halte, um „das Ästhetische politisch zu denken“. Es ist einer meiner wichtigsten Texte.
Es ist eine der herausragenden Sammlungen der Kunst des 20. Jahrhunderts – vielleicht die Einzige. Von Marcel Duchamp über Andreas Baader bis zu Jeff Koons umspannt sie fast 100 Jahre einer Kulturepoche, die uns fremd geworden ist. Die 154 Sammlungsstücke geben Einblick in die Ding- und Begriffswelt einer Ära, in der sich einst Gefühle und… Die Sammlung „Der Schrank“ von Ramon Haze, KOW (2016) weiterlesen
Ich hatte das große Vergnügen, in Poka-Yios Stück EUTOPIA Helmut Kohl zu spielen … meine erste Theaterrolle. Premiere in Oslo, zwei weitere Aufführungen in Amsterdam und Berlin
Kunstakademie Münster in Kooperation mit Skulptur Projekte Münster 2017
Vortrag und Diskussion über Kunst im Bürgerauftrag
Gesprächsreihe von Alexander Koch/ KOW im ACUD Studio Berlin
Gesprächsreihe von Alexander Koch/ KOW im ACUD Studio Berlin
Internationale Kunstmessen
In den 2010er Jahren wirkte ich mit am Design der Messestände von KOW – ein eigenes Genre.
KOW Berlin
Kunst aus dem Lager – als Ausstellung. Mit Chto Delat, Alice Creischer, Eugenio Dittborn, Heinrich Dunst, Barbara Hammer, Ramon Haze, Hiwa K, Renzo Martens, Chris Martin, Frédéric Moser & Philippe Schwinger, Mario Pfeifer, Dierk Schmidt, Tina Schulz, Michael E. Smith, Franz Erhard Walther, Clemens von Wedemeyer, Tobias Zielony, kuratiert von Alexander Koch und Nikolaus Oberhuber
Carson Chan: In 2007 you became the co-founder of New Patrons in Germany and are today the director of this program. New Patrons is a non-for-profit organization that enables people that have been traditionally marginalized by the art world to commission artworks. Art has traditionally been commissioned by the elite. But the desire to participate… Interview: by Carson Chan about the New Patrons in Germany and abroad (Text, 2016) weiterlesen
Führung durch die Ausstellung von Heinrich Dunst
Zitronen werden herumgereicht. Ihr Saft lindert das Brennen in den Atemwegen. Es ist der 17. April 2011, letzter Tag des öffentlichen Aufruhrs vor Niederschlagung des Irakischen Frühlings, der in den internationalen Medien kaum Erwähnung fand. Inmitten der von Tränengas durchsetzten Proteste zwei Musikanten: Hiwa K an der Mundharmonika, Daroon Othman an der Gitarre. Sie spielen… Hiwa K. This Lemon Tases of Apple. KOW (2016) weiterlesen
Die Bergen Kunsthall gab 2015 diese Publikation anlässlich meiner Ausstellung Gestures of Disappearance heraus, einer Rekonstruktion meiner gleichnamigen Ausstellung von 2002.
Gestures of Disappearance. Mit Joshua Decter und Alexander Koch. Herausgeber: Martin Clark und Steinar Sekkingstad. Bergen Kunsthall NO.5, 2015
Das Gespräch fand am 5. Juni 2015 im Rahmen des Symposiums „Künste des Anhaltens“ in den Berliner Sophiensälen statt.
Erschienen in: Barbara Gronau (Hg.), Künste des Anhaltens, Ästhetische Verfahren des Stillstellens, Berlin 2019.
Gespräch zwischen Kathrin Busch, Alexander Koch und Peter Wiersbinski im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Relevanz der Kunst, Kunst der Relevanz“ an der HGB Leipzig
Kunsthalle Bergen / Bunkier Sztuki Krakow
2015 produzierte die Kunsthalle Bergen eine exakte Rekonstruktion meiner Ausstellung „Gestures of Disappearance“ von 2002. Ich hatte alle Daten noch auf alten DVDs, und so konnten wir diese Ausstellung, die seinerzeit in Leipzig nur wenig Publikum hatte, bis in kleinste Detail wiederbeleben. Ein weitere Fassung inszenierten wir später in Krakau. Mit Arthur Cravan, Lee Lozano, Bas Jan Ader, Chris Burden, kuratiert von Alexander Koch
KOW Berlin
Nach einer ersten Station in der Wiener Secession schlug ich Chto Delat vor, ihre Ausstellung „Time Capsule“ in Berlin in völlig anderer Form zu installieren, was sie gestatteten. Für mich war es eine Sternstunde, mit diesem „Material“ so frei umgehen zu können.
Am 12. und 13. Juni 2015 hatte ich das Vergnügen, dieses Symposium zu moderieren, das sich mit einer meiner Lieblingsfragen befasste: Was ist das Politische der Kunst? 2016 erschien die Publikation „Politik der Kunst“, in der die Beiträge zum Symposium versammelt sind. Mit Leonhard Emmerling, Alexander García Düttmann, Ines Kleesattel, Gertrud Koch, Isabelle Graw, Christoph Menke, Christian Janecke, Christian Bermes, Sabeth Buchmann, Christoph Bartmann, Jörg Heiser, Holger Kube Ventura, Moderation: Alexander Koch. Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste Berlin
Am Ende der Welt läuft Techno. Tintenfische drehen sich im Stroboskoplicht, die Meeresspinnenindustrie tickt wie ein Schweizer Uhrwerk und echte Männer gelten was, wenn ihnen der Fang in die Reuse geht. Der Sonnenaufgang ist in Patagonien so atemberaubend wie in der Panoramabar im Berghain. Satte Farben, gut getaktete Schnitte und Übergänge, packende Rhythmen: Mario Pfeifers… Mario Pfeifer. Approximation in the Digital Age to a Humanity Condemned to Disappear. KOW (2015) weiterlesen
ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstkritik, Köln
“Alec, you’re famous! People will listen to you,” says Alec Baldwin to himself, a few moments before sharing the details of his arrest in Cairo, his journey to Italy on a desperately overcrowded fishing boat, and his eventual arrival in the unfamiliar city of Berlin on a rainy day in September 2015. Cut. Julianne Moore… Candice Breitz. Love Story. KOW (2015) weiterlesen
Erschienen in: Gestures of Disappearance, Ausstellungskatalog Kunsthalle Bergen, 2016
2014 schlug mir die Kunsthalle Bergen vor, meine Ausstellung „Gestures of Disappearance“ von 2002 zu rekonstruieren. Ein toller Glücksfall für einen Ausstellungsmacher. Mein Text für den Katalog reflektiert noch einmal, welche Bedeutung die Ausstellung von 2002 für mich hatte, und wie es dazu kam.
Hito Steyerls erste Galerieausstellung in Deutschland – wir zeigen fünf Videoinstallationen aus den Jahren 2012 bis 2015 – ist in das Licht eines Bruce Lee-Zitates getaucht: „Be water, my friend!“. In A Warrior‘s Journey rät der Kung-Fu-Meister einem Gefährten, der in den Kampf zieht, so gestaltlos zu sein wie Wasser, dass sich blitzschnell neuen Situationen… Hito Steyerl. Left to Our Own Devices. KOW (2015) weiterlesen
2013 begann ich damit, die Idee der Kunst im Bürgerauftrag in andere Länder zu tragen, manchmal in Zusammenarbeit mit Goethe Instituten, manchmal auf Einladung Dritter, gelegentlich auf eigene Faust. Argentinien, Indien, Island, Kamerun, Libanon, Niederlande, Schweden, Tunesien, USA. In diesen Ländern habe ich mögliche Partner getroffen, Mediator*innen gesucht, und viel über die Möglichkeitsbedingungen von Kunst… International New Patrons Initiatives (2013–heute) weiterlesen
Experimenter Curators’ Hub is a platform developing and sustaining discourse on curatorial practice and exhibition-making through critical discussion and debate.
Abendvortrag in der Bergen Kunsthall
Der Vortrag fasst meine Theorie über den Ausstieg aus der Kunst zusammen und beleuchtet die Fälle von Lee Lozano und Charlotte Posenenske. Mein bester Vortrag zu dem Thema.
In den letzten Wochen erreichten uns knapp 50 Briefe aus Santiago de Chile. Ihr Inhalt: Rund 150 Quadratmeter Stoff, zusammengefaltet für den Versand in FedEx-Umschlägen. Es sind die Einzelteile von zwölf Werken Eugenio Dittborns aus der Zeit von 1986 bis 2014. Pinturas Aeropostales – Airmail Paintings. Bilder, die entstanden, um von Chile aus per Luftpost… Eugenio Dittborn. Pinturas Aeropostales. KOW (2014) weiterlesen
Erschienen in: Vlado Velko (Hg.), Public Abstraction, Arnsberg/ Köln 2015
Als Santiago Sierras Galerist bin ich regelmäßig auf ablehnende Aussagen zu seinem Werk, auf moralische Kritik, auch auf Ressentiments gestoßen. Fast immer fand ich, solche Aussagen beruhen auf mangelndem Verständnis, wie Sierras Werk eigentlich funktioniert. Anhand einiger wichtiger Arbeiten habe ich versucht, diesem Defizit entgegenzuwirken.
Erschienen in: Brigitte Franzen (Hg.): Michael E. Smith, Ludwig Forum Aachen 2013
Der Essay führt in das Werk des in Detroit geborenen Künstlers ein, den KOW seit 2008 eng begleitet. Er erzählt auch die Geschichte nach, wie Nikolaus Oberhuber und ich dieses Werk erstmals entdeckten.
Erschienen in: polar Magazin 15, Berlin 2013
Dieser Text ist der Schlusspunkt einer Reihe von Veröffentlichungen, in denen ich seit 2006 eine Theorie zur Ausdifferenzierung des künstlerischen Feldes entwickelt hatte. Mein Beschreibungsmodell verschiedener Kunstfelder (nach Bourdieu) halte ich noch immer für hilfreich und nützlich, um die strukturellen Entwicklungen der zeitgenössischen Kunst während der letzten Jahrzehnte zu begreifen und zu erklären.
Erschienen in: Hans-Jürgen Hafner (Hg), Das Beste vom Besten. Vom riskanten Geschäft der Kunst, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, 2013
Das Lebenswerk der 1939 in Hollywood geborenen Experimentalfilmerin, Dokumentaristin und bildenden Künstlerin Barbara Hammer hat die Geschichte des Queer Cinema mitgeschrieben. Seit 1968 hat die erste lesbische Filmaktivistin über 80 Produktionen mit dezidiert feministischer Perspektive vorgelegt. Zeigte unsere erste Ausstellung von Barbara Hammer 2011 vor allem ihren Beitrag zur (Selbst-)Repräsentation lesbischer Liebe und Sexualität in… Dignity. Barbara Hammer, KOW (2013) weiterlesen
Santiago Sierras Wettbewerbsbeitrag für das so hochgradig umstrittene Freiheits- und Einheitsdenkmal wurde 2012 wegen eines „formalen Fehlers“ von der Jury aus dem Wettbewerb gestrichen. Ich hatte den Vorschlag zusammen mit Sierra entwickelt und dokumentiere ihn hier.
KOW Berlin
Die Zusammenarbeit mit Arno Brandhuber ging den neoliberalen Umbau der Stadt an – und führte zur Flutung des Ausstellungsraumes. Der Architekt und Urbanist Brandhuber nutzte sein eigenes Gebäude, in dem KOW Mieter war, um neue Eigentumsverhältnisse zu verhandeln.
KOW Berlin
Die Ausstellung entstand kurzfristig in Reaktion auf den Karrikaturenstreit, der allein Muslimen irrationale Glaubensgrundsätze unterstellte. Das Projekte stellte im Widerspruch dazu Glaubensgrundsätze in der Deutschen/Europäischen Gesellschaft heraus. Kuratiert von Alexander Koch und Nikolaus Oberhuber
Von 1874 bis 1996 führte der kanadische Staat mit kirchlicher Unterstützung sogenannte Residential Schools – Internate zur Umerziehung der kanadischen Ureinwohner. Rund 250.000 Kinder wurden in dieser Zeit gewaltsam aus ihren Familien gerissen, von der indigenen Kultur abgeschnitten und zu „guten Christen“ umerzogen. Man verbot ihnen die Muttersprachen, sexueller Missbrauch und Zwangssterilisation waren üblich, mehr… Tobias Zielony. Manitoba. KOW (2012) weiterlesen
Neun Jahre Recherche und Theoriearbeit stehen hinter dieser Publikation, die ich schließlich binnen einer Woche zusammenschrieb und gestaltete. Anlass war die KOW-Ausstellung mit Cady Noland, die ebenfalls als „Aussteigerin“ galt und gilt (was falsch ist).
General Strike. Grundlagen zu Theorie und Geschichte des Kunstausstiegs. Mit Lee Lozano, Charlotte Posenenske et al. Konzept, Texte, Grafik: Alexander Koch. KOW ISSUE 8, Berlin 2011
KOW Berlin
Das Projekt zeigte erstmals Filme von Barbara Hammer als künstlerische Werke in einem Ausstellungsraum und öffnete der Rezeption der US-amerikanischen Pionieren des queeren Kinos ein neues Feld. Es war der Beginn eine langjährigen Zusammenarbeit. Kuratiert von Alexander Koch und Nikolaus Oberhuber
Als Galerist von Chris Martin kenne ich sein Werk wie nur wenige. An seiner ersten Retrospektive konnte ich mitwirken und dann auch den Katalog konzipieren und selbst gestalten.
Chris Martin, Staring into the Sun, Kunsthalle Düsseldorf. Mit Elodie Evers, Gregor Jansen, Alexander Koch, Lars Bang Larsen, Bob Nickas. Gestaltung: Alexander Koch, Herausgeber: Gregor Jansen. Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 2011
Erschienen in: Gregor Jansen: Chris Martin, Staring Into The Sun, Kunsthalle Düsseldorf, Verlag der Buchhandlung Walther König, Düsseldorf, 2011
Anlässlich der ersten Überblicksausstellung von Chris Martin führte dieser Essay zentrale Themen seines Oeuvres zusammen. Eine gründliche Rezeption von Martins Werk, das in die 1980er Jahre zurückreicht, begann erst in den 2010er Jahren. Ausgehend von Gesprächen mit dem New Yorker Maler konnte der Text viele Inhalte und Hintergründe erstmals kompakt darstellen.
Falls ich einen Beitrag zu Kunstgeschichte und Kunsttheorie geleistet habe, dann diesen hier. Es ist ein originäres Stück Arbeit (Recherchen, Publikationen, Vorträge), das ich 2002 begann und einige Jahre lang fortgesetzt habe. Aber erst 2011 habe ich den Kern dieser Arbeit zusammengefasst und selber als GENERAL STRIKE publiziert. Mit Dank an Hauser & Wirth. Erschienen in: Alexander Koch, KOW (Hg.), General Strike, KOW Issue 8, Berlin 2011
KOW Berlin
Cady Noland und Santiago Sierra gelten als zwei Schwergewichte, die Themen sozialer Gewalt frontal angegangen sind. Die US-Amerikanerin und der Spanier wurden jedoch nie zusammen gezeigt. Dank Leihgaben von Wilhelm Schürmann (Noland) wurde diese Ausstellung möglich. Kuratiert von Alexander Koch und Nikolaus Oberhuber
Anfang der 2010er Jahre verband mich mit Arno Brandlhuber neben einer Freundschaft und geteilten Interessen auch der Versuch, ihn als Galerist zu vertreten – nicht als Künstler, sondern als Architekt, Planer und Aktivist. Wir arbeiteten an einigen Projekten zusammen, die ich hier kurz dokumentiere.
Erschienen in: P/ART FOR Art, Berlin Biennale Zeitung 2011
Co-Autor: Arno Brandlhuber
Um 2011 liefen in Berlin kultur- und stadtpolitische Debatten heiß. KOW arbeitete damals mit dem Architekten und Urbanismus-Denker Arno Brandlhuber zusammen. Von ihm stammte der Impuls zu diesem Text, den wir gemeinsam in der Zeitung der Berlin Biennale veröffentlichten. Das Kernargument führe ich auch heute noch mit: Die Kulturverwaltung kann die Künstlerschaft nicht repräsentieren, daher sollte sie es unterlassen, Entscheidungen zu treffen, die sie inhaltlich gar nicht bewerten kann.
Erschienen in ARCH+ 201, Berlin, März 2011
Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Mit Beatrice von Bismarck sowie Julie Ault, Christian Jankowski, Marion von Osten, Andreas Siekmann u.v.a.
KOW Berlin
2010 stand Franz Erhard Walther der dann folgende Ruhm als zeitgenössischer Klassiker noch bevor. Unsere Ausstellung führte in das Gesamtwerk ein, ausgehend von frühesten, teils unbekannten Arbeiten (späte 1950er Jahre) bis hin zu Neuren Werken aus den 2000ern. Besondere Sorgfalt legten wir auf das Design des Ausstellungsdisplays, das Walthers materiellen Minimalismus nachempfindet. Kuratiert von Alexander Koch und Nikolaus Oberhuber
Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig
Seit 2007 bin ich mit den „Neuen Auftraggebern“ in Deutschland und auch in Frankreich eng verbunden. Diese Ausstellung konzipierten wir, um beispielgebende Projekte aus Frankreich, die stets im öffentlichen und oft im ländlichen Raum entstanden sind, vermitteln zu können. Jeder Raum der Ausstellung entsprach dabei einem Entwicklungsschritt der Projekte. Mit Studio Acconci, Steven Gontarsky, Tadashi Kawamata, Michelangelo Pistoletto, Alain Séchas, Xavier Veilhan, Rémy Zaugg, kuratiert von Alexander Koch, Ilina Koralova und Barbara Steiner
Als Berater von Katharina Grosse ging es mir mit dieser Publikation um ein diskursives Reframing ihres künstlerischen Werkes. Grosses Ausstellung in der Temporäre Kunsthalle Berlin bot dafür Gelegenheit.
Ausstellungskatalog Temporäre Kunsthalle Berlin. Mit Laura Bieger, Katja Blomberg, Ute Degner, Antje Dietze, Gerd G. Kopper, Alexander Koch. Konzept und Redaktion: Alexander Koch. Verlag der Buchhandlung Walther Konig, Köln 2009
Erschienen als: KOW ISSUE 1, Alexander Koch, Nikolaus Oberhuber (Hg.), Berlin 2009
Während dieses Projektes schien mir der Begriff „Partizipatorischer Minimalismus“ gut auf Walthers Vorgehen zuzutreffen, aber auch auf Werke wie die von Charlotte Posenenske und anderen. Siehe auch die gleichnamige Ausstellung bei KOW.
KOW Berlin
Die Eröffnungsausstellung unserer Galerie KOW hielt einen historischen Augenblick fest. Sie schaute auf konzeptionelle Kunst aus Leipzig im zweiten Nachwendejahrzehnt. Mit Ramon Haze, Mario Pfeifer, Tina Schulz, Clemens von Wedemeyer, Tobias Zielony, Peggy Buth, Famed, Markus Dressen, Andreas Grahl, Henriette Grahnert, Eiko Grimmberg/ Arthur Zalewski, Mark Hamilton, Ramon Haze, Oliver Kossack, Claudia Annette Maier, Ulrich Polster, Julius Popp, schau-vogel-schau (Marcel Bühler, Alexander Koch), Julia Schmidt, Tilo Schulz, spector cut+paste, Christoph Weber, kuratiert von Alexander Koch und Nikolaus Oberhuber
KOW Berlin
Das erste Projekt von KOW nahm sich ein einziges Werk vor, Walthers Elfmeterbahn von 1963, und entfaltete die bilddokumentarische Rezeptionsgeschichte dieses Werkes im Raum. Sichtbar wird: Von einem sehr offenen und anarchistischen Werkverständnis aus verengt und verhärtet sich die Darstellungsperspektive zunehmend. Konzept und Produktion: Alexander Koch und Nikolaus Oberhuber
Erschienen in: Performanzen des Nichttuns, Passagen Verlag, Wien 2008
Erschienen in: Katalog XV BIENNALE DE PARIS, 2006
Mit Marius Babias, Beatrice von Bismarck, Alexander Koch und Stefan Roemer. Im Rahmen von „Randgang – Forum gegen Bildung- und Sozialabbau“, Hochschule für Gestaltung Offenbach
Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Mit Astrid Klein u.v.a.
Dies Buch war Ergebnis meiner 5-jährigen Zusammenarbeit mit Beatrice von Bismarck und vielen Gästen im Rahmen meiner Lehrtätigkeit an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.
Kunst, Arbeit, Ausbildung und Ökonomie. Mit Helmut Draxler, Paul Kaiser, Renate Lorenz, Oliver Marchart, Marion von Osten, Stefan Römer, Holger Kube Ventura, Ulf Wuggenig, uva. Herausgegeben von Beatrice von Bismarck und Alexander Koch. Frankfurt a.M. 2005
Konzeptuelle und installative Kunstformen waren in Leipzig zu Beginn der 2000er Jahre frische, neue, experimentelle Arbeitsweisen. Diese Ausstellung gab einen teilweisen Überblick.
Der Sprung im Wasserglas. Verfahren im Raum. Ausstellungskatalog Kunstraum B/2, Leipzig. Mit Peggy Buth, Chat, Bertram Haude, Evelyn Jahns, Stephanie Kiwitt, Hans-Christian Lotz, Thomas Lüer, Regine Müller-Waldeck, Julius Popp. Michael Schade, Sascha Schiotella, Tina Schulz, Andreas Schulze, Jens Volz, Christoph Weber, Clemens von Wedemeyer, Arthur Zalewski. Herausgegeben von Alexander Koch & Ulrike Kremeier. Frankfurt/Main 2005
Erschienen in: La Nouvelle Peinture Allemande. Carre d’Art, Musee d’Art contemporain, Nimes, 2005. Arles/ Paris, editions Actes Sud 2005, S. 20-33
Dieser Text ist eine fundierte kritische Auseinandersetzung mit dem seinerzeit noch frischen Phänomen der neuen Malerei aus dem Osten Deutschlands zu Beginn der 2000er Jahre. Stichwort: „Neue Leipziger Schule“. Er hat uns viel Ärger beschert. Tatsächlich ist er frech bis gemein geschrieben. Das schien uns aber angebracht. Christian Janecke, mit dem ich den Text verfasste, hatte seit Mitte der 90er in Dresden Kunstgeschichte gelehrt und ich dort Malerei studiert, ehe ich 1996 an die HGB nach Leipzig wechselte. Insofern waren wir Augenzeugen und nah dran am Geschehen. Zudem kannte ich Neo Rauch und v.a. seinen Galeristen Judy Lybke gut, ich schlief oft im Lager der Leipziger Galerie Eigen+Art, wo ich umgeben war von Bildern, die hier besprochen werden.
Kunstraum B/2, Leipzig
Mit Peggy Buth, Chat, Bertram Haude, Evelyn Jahns, Stephanie Kiwitt, Hans-Christian Lotz, Thomas Lüer, Regine Müller-Waldeck, Julius Popp, Michael Schade, Sascha Schniotalla, Tina Schulz, Andreas Schulze, Jens Volz, Christoph Weber, Clemens von Wedemeyer, Arthur Zalewski, kuratiert von Alexander Koch und Ulrike Kremeier
Erschienen in: Kunstreport 03/04, Deutscher Künstlerbund, Berlin 2004
2004 waren das Selbstverständnis und das Rollenmodell vor Kuratorinnen und Kuratoren noch mitten in Verhandlung. Der „Beruf“ war noch jung, Ausbildungsprogramme rar, der Diskurs zum Thema lebendig. Eine Diskussion war, inwieweit künstlerische und kuratorische Methodologien vergleich bar sind. Anfang der 2000er galt ich in Deutschland als „Künstlerkurator“, was von heute besehen etwas albern war. Jedenfalls wurde ich zu diesem Text angefragt und machte ein Statement, dass ich bis heute interessant finde. Ich zog Edouard Manet heran, um zu zeigen, wie er der Malerei ein emanzipatorisches Selbstbewusstsein verschaffte – ein Selbstbewusstsein, das in meinen Augen damals der Kuratorenschaft und dem Medium Ausstellung noch fehlte.
Katalogtext Stef Burghard, Galerie Just, Julia Stoschek, Düsseldorf 2004
2003 lud mich Jocelyn Wolff ein, eine Galerie in Paris mit ihm zu gründen. Ich haderte damals damit, Galerist werden, wollte unabhängiger Kurator sein. Aber wir arbeiteten zusammen. Ich stellte das künstlerische Programm zusammen und entwickelte Design und Diskurs – die Identität – der Galerie.
Galerie der HGB Leipzig
Ein Kooperationsprojekt des /D/O/C/K Projektbereich mit Marion von Osten
Galerie der HGB Leipzig
Ein Kooperationsprojekt des /D/O/C/K Projektbereich mit Andreas Siekmann
Mit Carl Andre, Alice Creischer, Douglas Huebler, El Lissitzky, Marion von Osten, Martha Rosler, Wilhelm Rudolph, Ingo Vetter & Annette Weisser, Clemens von Wedemeyer et al., kuratiert von Beatrice von Bismarck, Alexander Koch, Andreas Siekmann
Galerie der HGB Leipzig
Diese Ausstellung war der Beginn einer jahrelangen Arbeit über den „Ausstieg aus der Kunst“, die ich vor allem historisch und theoretisch betrieb. Sie war in methodisch wie thematisch ungewöhnlich – vor allem enthielt sie so gut wie keine „Werke“, bzw. Reproduktionen von solchen, die ich im Fotolabor oder auf Kopierern angefertigt hatte. Es war – absichtlich – eine Re/Konstruktion von größtenteils nicht vorhandenem Material, das als Erzählung arrangiert wurde. Nebenbei war die Ausstellung ein Beitrag zur Wiederentdeckung von Lee Lozano. Mit Arthur Cravan, Lee Lozano, Bas Jan Ader, Chris Burden. Till Gathmann trug als Grafiker und Typograf viel zur Form der Ausstellung bei.
Galerie im Parkhaus Berlin
Diese Einzelausstellung – im Rahmen einer Reihe zu kuratorischen Statements zur Gegenwart – griff tief in den Werkzeugkoffer der Repräsentationskritik, die Produktion vor Ort war stark performativ. Mit Arthur Zalewski und Jean Luc Godard, Herbert Bayer, Catherine David, Beatrice von Bismarck, kuratiert von Alexander Koch
Levels #4: Arthur Zalewski Ausstellungskatalog Galerie im Parkhaus Berlin Mit Arthur Zalewski und Herbert Bayer, Beatrice von Bismarck, Catherine David, Jean Luc Godard Kuratiert von Alexander Koch Herausgegeben von Ute Tischler Galerie im Parkhaus, Berlin 2001
Erschienen in: Marcel Bühler, Alexander Koch (Hg.), Kunst und Interkontextualität, Materialien zum Symposium schau-vogel-schau, Köln 2001
Im Oktober 1998 eröffneten Marcel Bühler und ich das von uns entwickelte Symposium über Kunst und Interkontextualität in Leipzig. „Interkontextualität“ war ein Begriff, den wir erfunden hatten, um „grenzüberschreitende“ Tendenzen in der Kunst der 90er Jahre zu begreifen und begrifflich zu beschreiben. In meiner Eröffnungsrede führte ich diesen Begriff ein.
Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
Bei meinem ersten Projekt in einer Institution stellte ich vor allem das Diskursprogramm zusammen und entwickelte eine entsprechende Timeline als Wanddisplay. Mit Frank Berger, Helmuth Berking, Nathan Coley, Waltraud Kokot, Martina Löw, Gitte Villesen, kuratiert von Alexander Koch, Stefanie Sembill und Tilo Schulz
Das gleichnamige Symposium von 1998 brachte den Begriff der Interkontextualität in die Diskussion. Mit der Publikation 2001 war das Projekt dann abgeschlossen.
Kunst & Interkontextualität. Mit Jean-Christophe Ammann, Bettina Allamoda, Christine Eichel, Hans Dieter Huber, Christian Janecke, Dietmar Kamper, Olaf Nicolai, Horst Prehn. Herausgegeben von Alexander Koch und Marcel Bühler. Salon Verlag, Berlin 2001
HGB Leipzig
Mit Helmut Draxler (Merz Akademie Stuttgart), Anna Harding (Goldsmith College London), Ulrike Kremeier (Freie Kuratorin/Plattform Berlin), Catherine Queloz (Sous-Sol Genf), Andreas Spiegl (Akademie für Bildende Künste Wien), Ulf Wuggenig (Kunstraum der Universität Lüneburg), Konzept und Moderation: Beatrice von Bismarck und Alexander Koch
Galerie Eigen+Art Leipzig
Die erste Ausstellung, die ich kuratierte, besprach Tim Sommer, heute Chefredakteur der Zeitschrift art, in der Leipziger Volkszeitung unter der Überschrift „Kurator Alexander Kochs Hängeorgie läuft ins Leere“. Vielleicht hatte er Recht? Wie mein Ausstellungstext noch zeigt, ging es um kuratorische Transparenz und Autonomiekritik. Mit Antje Blumenstein, Marcel Bühler, Oliver Croy, Thomas Fißler, Achim Kobe, Karsten Konrad, Ute Lindner, Thomas Lüer, Barbara Steppe, Tilo Schulz, Ulrike Kremeier, kuratiert von Alexander Koch
Am 16. und 17. Oktober 1998 fand in der Alten Handelsbörse Leipzig dieses Symposium statt, an dem ich parallel zu meinem Studium gemeinsam mit Marcel Bühler zwei Jahre lang gearbeitet hatte. Wir waren sehr jung und unerfahren – aber es gelang uns, selbstorganisiert das erste große Kunsttheoriesymposium in Ostdeutschland seit der Wende zu entwickeln und zu veranstalten. Ich erfand den Begriff der „Interkontextualität“, der inhaltlich im Zentrum stand. Im Anschluss an dieses Projekt war mir klar, dass ich als Vermittler (Kurator) weiterarbeiten würde, nicht länger als Künstler.