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Alexander Koch

Lectures

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There have been many lectures over the years. Here, I will list a few, particularly those that were recorded. My lecture activities provided the opportunity for many travels across Europe, as well as to Egypt, Argentina, India, Iceland, Cameroon, Lebanon, Morocco, Nigeria, Russia, South Africa, Turkey, Tunisia, and the USA. A special format of my “lectures” are my exhibition tours, which we at KOW for a time also staged for the camera.

Negotiating Commons. Conflict, Art & Mediation in Neighbourhood Democracy

Negotiating Commons. Conflict, Art & Mediation in Neighbourhood Democracy

For many citizens, the proximate social world – the neighbourhood – is not a given safe haven. It is a constellation made from bonds and antagonisms alike. It is a space marked by layers of silent, simmering conflicts, some of which may escalate at any given moment. Today, the growing social divide and violence in Germany present a challenge not only to local daily life, but also to the role of artists and the arts. The New Patrons methodology of citizen commissioned art is based on mediation processes within local communities. By taking responsibility for their situation and collaborating with local stakeholders and progressive international artists, citizens-patrons contribute to a democratic model of action in which conflicts, desires, and new perspectives can be examined and potentially transformed.

Part of Episode XXXI: “What Makes a City I: Neigbourhoodly … read more

NFTs As a Tool For Decolonizing The Museum

Video 23 min, 2023

NFTs As a Tool For Decolonizing The Museum

In February 2022, the Congolese Plantation Workers Art League (CATPC) minted the Balot NFT – a first case of digital restitution. The original Balot sculpture, created in 1931 in the Democratic Republic of Congo as a protective force against colonial violence, is now owned by the Virginia Museum of Fine Arts (USA). After the institution refused to loan the object for an exhibition at CATPC’s own museum in Congo, local artists created the Balot NFT to establish digital ownership of the sculpture and, through the sale of an NFT edition, to generate new resources for the independent and sustainable development of the local community.

https://www.museum-folkwang.de/de/alexander-koch

https://www.humanactivities.org/en/balot/
https://balot.org/manifesto/
https://www.theguardian.com/artanddesign/2022/feb/19/congolese-statue-loan-legal-battle-nfts-colonial-rule-us-museum

Barbara Hammer – Her Life, Her Work

2023

Barbara Hammer – Her Life, Her Work

Sculpture Museum Marl

Denk ich an Deutschland in der Nacht…, Gedicht über das Biodeutsche

Video 2021

Denk ich an Deutschland in der Nacht…, Gedicht über das Biodeutsche

Einführung in das Modell Neue Auftraggeber

2019

Einführung in das Modell Neue Auftraggeber

Ahmet Ögüt – Exhibition Tour at KOW

Video 10 min, 2019

Ahmet Ögüt – Exhibition Tour at KOW

The Annoying Gift: How to Offend a Village Community

2018

The Annoying Gift: How to Offend a Village Community

In 1997, the Swiss artist Rémy Zaugg was commissioned to design a sculpture for the washhouse of a village in Burgundy. Instead of accepting the commission, he wrote the villagers a letter that truly “cleaned up” – telling them the truth about their decaying living environment. This marked the beginning of one of the most remarkable projects of the New Patrons.

New Patrons – A Paradigm Shift in Cultural Production

Video 35 min, 2017

New Patrons – A Paradigm Shift in Cultural Production

"The New Patrons program provides citizens with the opportunity to realize their cultural and artistic visions in collaboration with internationally renowned artists. Citizens are themselves the patrons of these projects. Giving people from all walks of life the chance to participate in the creation of contemporary art — like so many private and public patrons before them — represents a radical shift. The sociologist and philosopher Bruno Latour sees it as the start of a new chapter in art and social history, one in which the population at large becomes the initiator of a democratically representative production of art. Community members work together with mediators and artists as equal partners in the creation of public goods. The process overcomes institutionalized patterns of social exclusion and puts cultural participation back on its feet: people no longer merely consume art; they … read more

Münster Lecture

2016

Münster Lecture

Kunstakademie Münster in Kooperation mit Skulptur Projekte Münster 2017
Vortrag und Diskussion über Kunst im Bürgerauftrag

Heinrich Dunst – Exhibition Tour at KOW

Video 7 min, 2016

Heinrich Dunst – Exhibition Tour at KOW

Text, 2015

Laudatio auf Stefan Kobel

Die Märkte, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2015 und stoßen immer tiefer in ökonomische Dimensionen vor, die nie jemand sah. Dieses historische Großprojekt, das keiner geplant hat und das niemand kontrolliert, zieht immer mehr Menschen in seinen Bann. Tolle Algorithmen errechnen Artist-Rankings und spucken wöchentlich neue Buy-And-Sell-Listen aus, fantastische Titanen bewerfen sich mit Museumskolossen, Blue Chips steigen wie Raketen und verglühen manchmal in Spekulationsblasen. Und schon wieder geht ein Jet zur nächsten Messe. Wir staunen und scrollen auf unseren Screens nach unten, um zu sehen, was als Nächstes kommt – während einige, und zu ihnen gehört Stefan Kobel, mit der Taschenlampe im Maschinenraum unterwegs sind, um nachzuschauen, welche Kräfte da am Ruder sind, wer welches Rädchen ölt, wo es klemmt.

Ich habe mich mal bei Stefan beklagt, wie lausig viele Kunstkritiken sind: einfältige Kolportagen aus dem Lifestyledrumherum des Kunstgeschehens, impressionistische Segelturns auf der lauen See unverstandener Phänomene, notorisches Abschreiben von Pressemitteilungen durch Berufsfeuilletonisten. Deshalb, so Stefans Antwort, sehe er sich als Journalisten. Journalismus heißt, jemand hakt nach, nennt Namen und Zahlen, macht Zusammenhänge klar, die man nicht sieht. Und genau das, so Stefan, passiere viel zu selten. Journalismus, so das ethische Credo der Zunft, ist der Wahrheit verpflichtet. Kommt ihnen nicht auch ein Schmunzeln bei dem Versuch sich vorzustellen, dieses Credo würde in der Kunstwelt gelten? Meine Güte wäre da was los! Intransparenz und Kunstmarktgeschehen sind bekanntlich synonyme Begriffe. Stellen Sie sich mal vor, wenn das ein Ende hätte. Von den Cayman-Inseln bis London City und von Köln bis Abu Dhabi würden die Bildschirme flackern und manche Herzen ihren Takt ändern, wenn die Realökonomie der Kunst öffentlich würde.

Ich habe ein paar Kollegen von Stefan gebeten, mir ein kurzes Statement über ihn zu schicken. Kolja Reichert, 2012 selbst Träger des Preises für Kunstkritik, schrieb mir: “Man stelle sich mal vor, Kunstkritiker wären für die Politik- und Wirtschaftsteile der Zeitungen zuständig. Wir würden in einer Feudalgesellschaft voller Korruption leben – so wie sie der Kunstbetrieb ist, wenn auch in sanftem Gewand. Vielleicht ist ein investigativer Marktjournalismus heute wichtiger als das ästhetische Urteil.” Die Pointe ist klar: It’s the economy, stupid! Stefan Kobel gehört zu den wenigen unabhängigen Köpfen, die etwas Licht ins Mysterium der Zahlen und Werte bringen. Aus dem studierten Kunsthistoriker, der 2001 die Promotion hinschmiss, um für das Onlinemagazin kunstmarkt.com zu schreiben – ein Abenteuer, das nach sechs Wochen endete – ist ein Marktexperte geworden.

Auch wenn er kürzlich spitz einige Sammler als Trophäenjäger bezeichnete, „die mit den Ohren Wandschmuck für ihr Dritt- oder Viertdomizil in London oder Paris kaufen“, ist er vor allem eine Stimme der Rationalität, die auch wenn sie humorig wird bei der Sache bleibt. Er kann uns erklären, wie sich makroökonomische Entwicklungen in der Kunstwelt spiegeln. Er kann sagen, ob ein neuer Kunsthedgefonds Mumpitz ist und wer diesen Mumpitz verzapft hat, wer welche Messen aufkauft und warum, wer den Markt für chinesische Vasen, holländische Stillleben des 17. Jahrhunderts oder den deutschen Expressionismus kontrolliert, oder in irgendeinem Stiftungsrat für das sorgt, was wir dann – in der Regel meist ohne Namen und Hintergrundmotive – später in der Zeitung lesen.

Das Handelsblatt von diesem Wochenende würdigt Stefan Kobels Hintergrundwissen: „In Bilanzen entdeckt er Unstimmigkeiten zwischen Euro und Dollar, (…) und er setzt sich auch dann in eine Hauptversammlung eines Datenbank-Anbieters, wenn die Sitzung länger dauert als ein Arbeitstag Stunden hat.“ Astrid Mania, Trägerin des Kritikerpreises 2013, unterstreicht das: „Stefan ist in seiner Preis- und Provenienzforschung so beharrlich wie ein Terrier, der sich in eine Wade verbissen hat. Und das meine ich durchaus – dieses Wort mag Stefan übrigens sehr – liebevoll.“ Georg Imdahl pflichtet bei: „Stefan hat einen Überblick über den internationalen Handel und damit ein fundiertes Wissen über Bewegungen und Preisverläufe zahlreicher Kunstwerke auf dem Markt, das manchen Anbietern wohl nicht gefallen kann.“ „Seine Spezialität ist, die Strippenzieherei im Hintergrund zu beleuchten“, sagte mir Christiane Fricke vom Handelsblatt und fügte hinzu: „Ich schätze seinen Mut, auch den zur Süffisanz und Ironie.“

All das ist nachzulesen in Kobels Artikeln für artmagazine.cc, das Handelsblatt, den Tagesspiegel, Monopol; im Laufe der Jahre schrieb er sich quer durch die meisten deutschsprachigen Zeitschriften, Kunstmarktseiten und Feuilletons. Erwähnenswert sind seine teils besonders bissigen Texte für das artnet Magazin 2007 bis 2010. Kobels Kunstwoche, die jeden Montag auf der Website zilkensfineart.com erscheint, ist der Perlentaucher der Kunstmarktberichterstattung, geschrieben in weißer Schrift auf freudlos grauem Grund, der gefühlt so neutral ist wie die Graukarte, mit der Fotografen die Realitätsnähe ihrer Bilder justieren. Das Vergnügungsbarometer bleibt bei der Lektüre manchmal eher im unteren Drittel, Präzision geht vor Pointe, Information vor Gerüchteküche, und wenn Stefan aus letzterer berichtet sortiert er für uns sorgfältig die Wahrscheinlichkeiten im undurchsichtigen Indizienwald.

Stefan weiß, dass das öffentliche Bild der zeitgenössischen Kunst schief hängt. Während manche seiner Kolleginnen und Kollegen die Menschen glauben machen, die Kunst sei ein Tummelplatz der Reichen und Schönen, die zwischen Miami und Venedig ihr kleines Hollywood veranstalten, klappert Stefan weltweit Messen, Biennalen und Galerien ab, um für uns ein differenzierteres Bild zu zeichnen. Er weiß und sagt auch, dass Messen wie die Art Cologne kein Barometer der zeitgenössischen Kunst sind, sondern nur jenen Ausschnitt wiedergeben, der als handelbare Ware in Kojen und Wohnzimmer passt und eher seltener als häufiger öffentliche Relevanz besitzt. Er schreibt auch unterhalb der 100.000-Dollar-Marke, schaut auf die ganze Breite des Mittelfeldes, gerne auch dahin wo es gerade nicht heiß her geht, würdigt gute Arbeit, wo sie geleistet wird und meckert, wo nicht.

Das journalistische Beharren auf Objektivität, Ausgewogenheit und Transparenz ist eine emanzipatorische Tugend. Aber Emanzipation, das vergisst man in der Kunstwelt gerne, ist oftmals Basisarbeit. Mühsam, unsexy, voraussetzungsreich. Legendär sind in diesem Zusammenhang übrigens die Schnappschüsse von Stefans Hotelzimmern, die er in Serie auf seiner Facebookseite postet. Manchmal leide ich mit ihm, wenn er einmal mehr irgendwo angekommen ist, wo man lieber gleich wieder weg möchte. An dieser Stelle muss übrigens mal gesagt werden, dass all der Luxus und das viele Geld, von denen oft die Rede ist, wenn von Kunst gesprochen wird, an einer Stelle niemals ankommen: Bei den Kritikern. Alle anderen Akteure im Kunstbetrieb haben zumindest die Aussicht, etwas vom monetären Kuchen abzubekommen. Seriöse, unabhängige Kritik nicht. Und täglich vorurteilsfrei die Gewinnaussichten Dritter zu analysieren ohne diese Aussichten zu teilen, verlangt unseren größten Respekt. Auch dem, finde ich, gilt die Anerkennung mit diesem Preis.

Werte Festgemeinde, die Jury wollte offensichtlich ein Zeichen setzen. Sie würdigt mit Stefan Kobel eine „unabhängige Instanz auf einem Gebiet, auf dem eigenständige Berichterstattung und unabhängige Urteilskraft viel zu häufig Mangelware sind.“ Lieber Stefan, der deutsche Kritiker Wolfgang Max Faust schrieb vor 20 Jahren in sein Tagebuch: „Was geschrieben wird hat wenig mit dem zu tun, was gelebt wird.“ Wir brauchen dringend Terrier, die die Courage haben, in die richtigen Waden zu beißen und trocken und sachlich gegen die teils schöngeistige Verharmlosung, teils comichafte Überzeichnung des Kunstgeschehens anzuschreiben. Und ich würde dir gerne auch einen Schubs mitgeben: da ist noch Luft nach oben. Investigativer Marktjournalismus kann heute vielleicht mehr als jedes andere schreibende Genre davon erzählen, was im Kunstbetrieb wirklich gelebt wird. Ich gratuliere dir.

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New Patrons Lecture at Experimenter Curators’ Hub Kolkata, India

Video 50 min, 2014

New Patrons Lecture at Experimenter Curators’ Hub Kolkata, India

Experimenter Curators’ Hub is a platform in developing and sustaining discourse on curatorial practice and exhibition-making through critical discussion and debate. Structured as a deeply intensive program, every year the hub invites some of the foremost curators of the world to present their practice with reference to recent exhibitions curated by them. The audience at Experimenter Curators’ Hub plays an active role in this exchange and contributes significantly to the conversations. The final day ends with a moderated panel discussion with all the participating curators reflecting on the key aspects that emerged over the hub.

Dropping Out of Art with Lozano, Posenenske et al. Gestures of Disappearance, Bergen Kunsthall

Video, 2014

Dropping Out of Art with Lozano, Posenenske et al. Gestures of Disappearance, Bergen Kunsthall

The lecture summarizes my theory on exiting art and highlights the cases of Lee Lozano and Charlotte Posenenske. My best lecture on this topic