{"id":1975,"date":"2015-10-11T13:28:25","date_gmt":"2015-10-11T11:28:25","guid":{"rendered":"https:\/\/alexanderkoch.info\/?p=1975"},"modified":"2025-07-19T14:27:47","modified_gmt":"2025-07-19T12:27:47","slug":"gespraech-audio-relevanz-der-kunst-kunst-der-relevanz-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alexanderkoch.info\/en\/gespraech-audio-relevanz-der-kunst-kunst-der-relevanz-2015\/","title":{"rendered":"Podium: Relevanzdiktat und das Spezifische der Kunst (Audio 150 min, 2015)"},"content":{"rendered":"<h2>HGB Leipzig<\/h2>\n<h2>Mit Kathrin Busch, Alexander Koch, Peter Wiersbinski. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Relevanz der Kunst, Kunst der Relevanz.<\/h2>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1975-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.hgb-leipzig.de\/Relevanz_der_Kunst\/RelevanzDerKunst1.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/www.hgb-leipzig.de\/Relevanz_der_Kunst\/RelevanzDerKunst1.mp3\">https:\/\/www.hgb-leipzig.de\/Relevanz_der_Kunst\/RelevanzDerKunst1.mp3<\/a><\/audio>\n<p>&#8220;Seit etwa 20 Jahren l\u00e4sst sich eine erneute Hinwendung der Kunst zu sozialen und politischen Problemstellungen beobachten. Kunst um ihrer selbst willen zu produzieren, erscheint vielen K\u00fcnstler*innen nicht mehr nur unbefriedigend, sondern angesichts der gegenw\u00e4rtigen Ubiquit\u00e4t der Krise(n) auch ethisch und politisch fragw\u00fcrdig. Referenzrahmen und Methoden k\u00fcnstlerischer Praxis haben sich radikal erweitert. Die \u00fcblichen kunsthistorischen Bezugnahmen reichen f\u00fcr den Ausweis der Relevanz von Kunst nicht mehr aus. Statt solipsistisch auf sich selbst zu reflektieren, soll Kunst offensiv die N\u00e4he zum Realen suchen: die Wirklichkeit der aktuellen, sozialen K\u00e4mpfe vergegenw\u00e4rtigen, sich mit Formen politischen Aktivismus legieren oder punktuell M\u00f6glichkeiten der Partizipation und sozialen Integration er\u00f6ffnen. Dass Ambitionen dieser Art nicht ohne institutionellen Widerhall bleiben, versteht sich: K\u00fcnstler*innen werden heute offensiv als Agent*innen des gesellschaftlichen Wandels adressiert; sie sollen Gentrifizierungs- und Kulturalisierungsprozesse initiieren, als kreative Sozialarbeiter* innen die Integration marginalisierter Gruppen bef\u00f6rdern oder mit der flie\u00dfbandm\u00e4\u00dfigen Produktion von \u00bbcriticality\u00ab den Fortbestand (und Marktwert) von Institutionen unterschiedlichster Couleur sichern. Relevanz versteht sich hier als Ausweis sozialer Wirksamkeit. Wie vertr\u00e4gt sich ein solcher Anspruch aber mit der Spezifit\u00e4t von Kunst? Bemisst sich die Relevanz k\u00fcnstlerischer Praxen tats\u00e4chlich nach dem Grad ihrer \u00d6ffnung aufs Soziale? Oder sind nicht vielmehr solche k\u00fcnstlerischen Praxen relevant, die, allen moralischen Bedenken zum Trotz, auf dem Privileg \u00e4sthetischer Autonomie, der Eigeng\u00fcltigkeit und Zweckfreiheit von Kunst, insistieren? Andererseits: Kann (darf?) Kunst zu den gegenw\u00e4rtigen, sozialen und politischen Transformationsprozessen und deren dramatischen Konsequenzen schweigen? Kurz: Wann l\u00e4sst sich mit Recht \u2013 aus ethisch-politischer ebenso wie aus \u00e4sthetischer Perspektive, unter den Bedingungen des gegenw\u00e4rtigen Kapitalismus, \u2013 von einer relevanten, k\u00fcnstlerischen Praxis sprechen? In der ersten Veranstaltung wollen wir diskutieren, woher das verst\u00e4rkte Begehren der Gegenwartskunst nach Relevanz und sozialer Wirksamkeit r\u00fchrt, welche Formen es annimmt und wie es mit Blick auf das Spezifische der Kunst zu bewerten ist.&#8221;<\/p>\n<p>https:\/\/www.hgb-leipzig.de\/Relevanz_der_Kunst\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gespr\u00e4ch zwischen Kathrin Busch, Alexander Koch und Peter Wiersbinski im Rahmen der Veranstaltungsreihe &#8220;Relevanz der Kunst, Kunst der Relevanz&#8221; an der HGB Leipzig<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":1978,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"rop_custom_images_group":[],"rop_custom_messages_group":[],"rop_publish_now":"initial","rop_publish_now_accounts":[],"rop_publish_now_history":[],"rop_publish_now_status":"pending","footnotes":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-1975","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-conversations","entry"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.2","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":true},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/alexanderkoch.info\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1975","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/alexanderkoch.info\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/alexanderkoch.info\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alexanderkoch.info\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alexanderkoch.info\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1975"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/alexanderkoch.info\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1975\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1984,"href":"https:\/\/alexanderkoch.info\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1975\/revisions\/1984"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alexanderkoch.info\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1978"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/alexanderkoch.info\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1975"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/alexanderkoch.info\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1975"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/alexanderkoch.info\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1975"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}