Deutsch DE English EN

Alexander Koch

Konversationen

Konversationen
Konversationen
Konversationen
Konversationen
Konversationen
Konversationen
Konversationen

Interviews, Gespräche, Podcasts, Moderationen, Paneldiskussionen und ein Schauspiel: Hier sind Anlässe zusammengebracht, bei denen das gesprochene Wort im Zentrum steht. Heute wird vieles aufgezeichnet – je weiter ich im Archiv zurückgehe, desto weniger ist dokumentiert. Mit Podcasts habe ich 2022 begonnen, davon wird es mehr geben.

„Die künstlerische Autonomie, die wir aus der Moderne kennen, ist nur der überhöhte Sonderfall der Autonomie des Citoyen. Es sind nicht einige von uns freier als andere, Künstler etwa freier als Bäcker oder Lehrerinnen.“

Audio 78 min, 2025

Kunst im Bürger:innenauftrag. Podcast der Arbeitsgruppe Urbane Praxis Berlin

„Sollte in einer lebendigen Demokratie nicht jede Bürgerin und jeder Bürger von herausgehobener Bedeutung sein? Müsste gerade in Sachen Kultur nicht mehr gesellschaftliche Kommunikation, mehr Dialogfähigkeit, mehr Aushandlung zwischen verschiedenen Stimmen und Interessen möglich sein? Sollten Bürgerinnen und Bürger nicht proaktiver mitentscheiden können – besser noch: miteinander entscheiden können, welche Kunst ihr Lebensumfeld prägt? Aber wie werden Bürger:innen zu Auftraggeber:innen? Die Antwort liegt in der Methode der Neuen Auftraggeber, dem ersten Programm für zeitgenössische Kunst im Bürgerauftrag, das 1991 in Frankreich begründet wurde. Heute, über 30 Jahre später, hat diese Idee zehntausende von Menschen zusammengebracht.“

"Wenn man an einem ambitionierten Kunstprojekt zusammengearbeitet hat, hat man einen Raum betreten, der ein Stück weit ermächtigt, anders zu denken als vorher. Diese Selbstermächtigung nimmt man mit ins eigene Leben."

Audio 56 min, 2025

Kunst der Freiheit: Kunst im Bürger*innenauftrag

Benjamin-Immanuel Hoff ist Sozialwissenschaftler. Er war von 2014 bis 2024 Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten im Freistaat Thüringen im Kabinett von Bodo Ramelow, außerdem kommissarischer Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft sowie Antisemitismusbeauftragter. Im Berliner Büro der Neuen Auftraggeber sprach er mit mir über Kunst im Bürgerauftrag. Sein Podcast Kunst der Freiheit findet sich hier: https://kunst-der-freiheit.letscast.fm

"Man gibt sich immer weniger damit zufrieden, dass andere für einen sprechen und Entscheidungen treffen, sondern die Bürgerschaft will selbst Entscheidungen treffen."

Audio 10 min, 2024

Interview: Deutschlandfunk Kultur spricht mit Alexander Koch über Kunst im Bürgerauftrag

Von Bürgergruppen beauftragte Kunstwerke können eine Chance für mehr Teilhabe sein, sagt Galarist Alexander Koch. Er hat die „Neuen Auftraggeber“ mitgegründet – mit dem Ziel, dass Künstler im Auftrag von Bürgern Kunstwerke entwickeln.

„Kunst löst keine Probleme. Das wäre eine völlig falsche Erwartung. Aber Kunst kann Wahrnehmung verändern. Ein Problem kann vielleicht anders betrachtet werden, und dann kann sich auch die Herangehensweise ändern, wie man damit umgeht.“

Text, 2024

Interview: „Wir stärken demokratisches Handeln“. Mit Roland Berg und Alexander Koch

Erschienen in Kunstforum International, Band 297

https://www.kunstforum.de/artikel/wir-staerken-demokratisches-handeln/

Text, 2024

Interview: „Die Kampfansage“, Raimar Stange im Gespräch mit Alexander Koch

Erschienen auf Artmagazine.cc https://artmagazine.cc/content127836.html

In englischer Übersetzung erschienen auf spikeartmagazine.com https://spikeartmagazine.com/articles/is-freedom-of-speech-in-germany-under-threat

Ist die Kunst- und Redefreiheit in Deutschland in Gefahr, eingeschränkt zu werden? Wir bringen ein Interview von Raimar Stange mit Alexander Koch, Galerist bei KOW Berlin, anlässlich der Absage der Ausstellung „TDLR“ von Candice Breitz im Saarbrücker Saarlandmuseum. Die Absage wurde mit angeblich kontroversen Aussagen der Künstlerin zum Gaza-Krieg begründet. Breitz wird von KOW vertreten und als Skandal-Künstlerin (BILD) und Antisemitin verunglimpft.

Raimar Stange: Waren Sie eigentlich überrascht von der Absage der Ausstellung von Candice Breitz in Saarbrücken? … weiterlesen

Podium: Förderung zwischen Qualitätsanspruch und Nachhaltigkeit, TRAFO-Ideenkongress

Video 68 min, 2023

Podium: Förderung zwischen Qualitätsanspruch und Nachhaltigkeit, TRAFO-Ideenkongress

Projektförderung stößt dort an ihre Grenzen, wo sie längerfristige Vorhaben finanzieren, Strukturen dauerhaft stärken oder gute Praxis verstetigen soll. Der Ruf wird lauter, statt einzelner Projekte auch Prozesse und Strukturen besser zu fördern. Welche Vor- und Nachteile gibt es hier zu bedenken? Das Gespräch widmet sich außerdem Fragen der künstlerischen Qualität von Kulturarbeit und hinterfragt Kategorien zwischen „Hoch- und Breitenkultur“.

Gespräch mit:

• Dr. Doreen Götzky, Museumsleiterin, Kreismuseum Peine

• Kirsten Haß, Verwaltungsdirektorin, Kulturstiftung des Bundes

• Dr. Gesine Märtens, Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung … weiterlesen

Audio 89 min, 2023

Podium: Kann man politische Kunst besitzen? Wolfgang Ullrich im Gespräch mit Mario von Kelterborn

In seinem Buch Siegerkunst provozierte Wolfgang Ullrich mit der Behauptung, Kunst sei im 21. Jahrhundert „nicht mehr für die Betrachter*innen im Museum, sondern für die Reichen und Erfolgreichen“ da: „Bei Siegerkunst geht es um Besitz und nicht um Rezeption.“

Wo bleibt dann die politische Kunst? Und was besitzt man, wenn man sie kauft? Befinden wir uns in der Ära einer „neuen Kunst, die sich mit Aktivismus und Konsum verbündet“, wie Wolfgang Ullrich in seinem 2022 erschienenen Buch Kunst nach dem Ende ihrer Autonomie konstatiert?

Mario von Kelterborn sammelt bevorzugt Kunst mit politischen Bezügen und verbindet damit den Wunsch, die Welt in ihren unzähligen Schattierungen ein wenig besser zu verstehen und mitzugestalten. Ihn interessieren die Turning Points in der Geschichte, die großen und kleinen. Aufgewachsen in … weiterlesen

"The harm that was done is not undone. The war will continue and my goal was to exhibit that."

Podcast: Words Between the Lines of Art – Renzo Martens and Alexander Koch (Audio 78 min, 2022) – Teil 1+2

Renzo Martens became widely recognized almost overnight when he first published his film Enjoy Poverty in 2008. This film became one of the internationally most debated art works due to its stark provocation. The conversation with Alexander Koch looks deeply into Martens motives to play the controversial role in the art world that he has chosen to assume. It adresses the fundamental inequalities that fund and shape contemporary art, showing artworld insiders how complicit they are in the violence they may believe to critique while actually perpetuating an extractivist modus operandum. This is not just a podcast – it is in parts a manifesto for fair play, for justice and equality, for restitiution, and for an overdue change of the institutions and economics of (critical) art.

"Dass der anarchistische Ansatz der documenta einige kulturelle Hegemonen hier total beleidigt, ist klar. Dass sie dann diesen viral gehenden Antisemitismus-Trigger finden, um eine ganze riesige Veranstaltung zu canceln, ist gespenstisch, und die Rolle des Staates dabei ist sehr unheimlich."

Audio 51 min, 2022

Podcast: Words Between the Lines of Art – Alice Creischer und Alexander Koch

Alice Creischer ist eine der herausragenden Denkerinnen der politischen Kunstszene in Deutschland. Als Künstlerin, Theoretikerin, Kuratorin und Dichterin hat sie in 35 Jahren ein Werk geschaffen, das den postkolonialen Diskurs und die Kritik an neoliberaler Gewalt mitgestaltet hat. Dabei ist ihr Werk voller fragiler Schönheit, Vorstellungskraft und Empathie. In diesem Podcast taucht Alice Creischer tief in die Bedeutung von Sprache und Poesie ein, die seit jeher für ihre Praxis wesentlich sind. Das Gespräch mit ihrem Galeristen Alexander Koch bietet intime Einblicke in ein bemerkenswertes Künstlerleben.

"I feel so unstable without my Russian language. But maybe for me it’s a good place to start making art now. Maybe this condition, when I don’t have any stability, is the best way to make a new kind of art. We have the privilege that art sometimes doesn’t need words at all."

Audio 53 min, 2022

Podcast: Words Between the Lines of Art – Chto Delat and Alexander Koch

Dmitry Vilensky and Olga Egorova/Tsaplya give deep insight not only into Chto Delat’s history and their individual relationship to language, but also into the political situation in Russia, which forced them to flee St. Petersburg in haste a few weeks earlier. In the conversation, recorded in Brandenburg on October 31, 2022, they share their knowledge of historical and current cultural struggles in Russia, as well as their feelings about dehumanization, tenderness and their new situation as political refugees in Germany. What does it mean for them to be Russian artists today? And what will they do in the future?

Dmitry Vilensky and Olga Egorova/Tsaplya co-founded the Russian collective Chto Delat in 2003. Since then they have collaborated on numerous exhibitions and publications worldwide. For many years, Chto Delat has been considered the most important voice of contemporary art from Russia.

Pressegespräch | Pilotphase Neue Auftraggeber: Bilanz und Ausblick von Kunst im Bürgerauftrag

Video 67 min, 2022

Pressegespräch | Pilotphase Neue Auftraggeber: Bilanz und Ausblick von Kunst im Bürgerauftrag

Am 30.09.2022 stellten die Neuen Auftraggeber zusammen mit Hortensia Völckers (Künstlerische Direktorin und Vorstand der Kulturstiftung des Bundes) eine Bilanz der sechsjährigen Pilotphase der Neuen Auftraggeber in Deutschland vor. Akteure aus beispielgebenden Projekten wurden live hinzugeschaltet. Neben qualitativen Erfolgen ließen sich über statistische Zahlen auch quantitative Ergebnisse zeigen.

"Vielleicht haben wir überhaupt keine anderen Möglichkeiten zur Opposition oder zur Subversion, als diese Schalttafel ständig zum Rumoren zu bringen und diese Koppelungen abzulösen, zu trennen und im Kopf neu zu synthetisieren. Unser Überleben hängt wahrscheinlich von dieser Kraft zur Abkoppelung ab."

Audio 44 min, 2022

Podcast: Words Between the Lines of Art – Heinrich Dunst und Alexander Koch

>Gäbe es ihn nicht – man müsste ihn erfinden. Mit Heinrich Dunst verbindet mich eine lange und tiefe Freundschaft. Erst später wurde ich auch sein Galerist. Für dieses Gespräch kam er von Wien in mein Brandenburger Gartenhaus, und wir nahmen einfach auf. Heinrich Dunst ist ein brillanter Geist, dessen künstlerisches Werk sich auf einzigartige Weise zwischen Sprache, Form und Material hin und her bewegt. Was lässt sich sagen und was lässt sich zeigen? Was verbindet Worte und Bilder – und was trennt sie? Im Gespräch wird deutlich, wie fundamental diese Fragen in unsere Realität hineinreichen und warum sie eminent politisch sind.

Interview: Podcast des Netzwerks der Jungen Bürgermeister*innen mit Alexander Koch

Audio 53 min, 2022

Interview: Podcast des Netzwerks der Jungen Bürgermeister*innen mit Alexander Koch

„„WirKommunalen – Nachgefragt!“ ist der Podcast des Netzwerks der Jungen Bürgermeister*innen. Der Podcast ein Angebot von den und für die Jungen Bürgermeister*innen, und alle kommunal Interessierten.
Es geht um Erfahrungsaustausch, Informationen zu Hintergründen, über gute Ideen und politische Einschätzungen.
Gastgeber von WirKommunalen – nachgefragt ist Henning Witzel, der das Berliner Büro der Jungen Bürgermeister*innen leitet. Er ist zudem Leiter „Kommunale Kommunikation“ bei ASK.Berlin und arbeitet seit über 20 Jahren für und mit Kommunalen.
Unter „Junge Bürgermeister*innen“ verstehen wir alle, die bei ihrer letzten Wahl jünger als 40 Jahre alt waren. Aktuell sind dies über 800 Rathauschefs in ganz Deutschland. Diese verbindet oft eine andere, junge Sicht auf die kommunalen Dinge. Und sie stehen vor ähnlichen Herausforderungen.
Darüber wollen wir reden.“

https://wirkommunalennachgefragt.podigee.io/76-neue-episode

Text, 2020

Interview: Marcel Bleuler und Alexander Koch über die Potenziale einer Kunstproduktion im Bürger*innen-Auftrag

Erschienen auf: p|art|icipate, ejournal des Programmbereich Gesellschaft & Nachhaltigkeit | Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion, Universität Salzburg

Die Gesellschaft der Neuen Auftraggeber in Deutschland realisiert künstlerische Projekte, die auf Initiative der Zivilbevölkerung entstehen. Unter der Leitung von Alexander Koch findet derzeit eine fünfjährigen Pilotphase statt, die von der Kulturstiftung des Bundes und mit Unterstützung der Fondation de France gefördert ist. In unterschiedlichen, meist strukturell benachteiligten Regionen erarbeitet das insgesamt über 20-köpfige Team aus Mediator*innen, Koordinator*innen und Mitarbeiter*innen gemeinsam mit Bürger*innen und namhaften Kunstschaffenden orts- und kontextbezogene Projekte. Einschränkungen in Bezug auf künstlerische Sparten gibt es dabei keine. Gemeinsam ist den Arbeiten, dass sie soziale … weiterlesen

2019

Symposium: Urbane Kulturen. Zur Neupositionierung von Kunst im öffentlichen Raum in Berlin

neue Gesellschaft für bildende Kunst und Berlinische Galerie. Mit Marius Babias, Jochen Becker, Claudia Büttner, Matthias Einhoff, Lilian Engelmann, Elke Falat, Guido Fassbender, Thomas Flierl, Sophie Goltz, Simone Hain, Hauke Heumann, Folke Köbberling, Alexander Koch, Thomas Köhler, Stefan Krüskemper, Felix Laubscher, María Linares, Maria Lind, Elfriede Müller, Constanze Musterer, Cornelia Offergeld, Adam Page, Britta Peters, Kerstin Polzin, Juschka Marie von Rüden, Karin Scheel, Heinz Schütz, Simon Sheikh, Park Fiction / PlanBude (Margit Czenki, Christoph Schäfer, Renée Tribble), Claudia Wahjudi, Joanna Warsza, Torsten Wöhlert

"Das Symposium URBANE KULTUREN legt den Fokus auf die Suche nach einer Neudefinition der Künste im öffentlichen Berliner Stadtraum. Begrifflichkeiten, Akteur_innen sowie mögliche künftige Strategien werden identifiziert und diskutiert. … weiterlesen

2019

Podium: Petitionen, Proteste, Liquid Democracy

Paneldiskussion im Grünen Salon der Berliner Volksbühne, konzipiert von der Gesellschaft der Neuen Auftraggeber. Mit Lewamm Ghebremariam (Kampagnenstrategin change.or), Christopher Lauer (Publizist und ehemaliges Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses) und Alexander Koch (Direktor Gesellschaft der Neuen Auftraggeber, Berlin). Moderation: Christine Watty (Deutschlandfunk)

Online-Petitionen, Bilderstürme und Denkmalstürze, ziviler Ungehorsam und Bottom-up-Prozesse – aktuelle Teilhabe-Modelle haben eins gemeinsam: Sie denken zivilgesellschaftliche Mitsprache über repräsentativ-demokratische Prozesse hinaus.

So haben die Fridays-for Future-Bewegung und Black-Lives-Matter-Proteste in den letzten Monaten die öffentliche Aufmerksamkeit für Forderungen zum Umgang mit Klimawandel und Rassismus erhöht. Sind diese Mobilisierungen Ausdruck der gern … weiterlesen

Podium: Entscheiden im Bürgerauftrag – Ist das noch demokratisch?

2019

Podium: Entscheiden im Bürgerauftrag – Ist das noch demokratisch?

Podium: Entscheiden im Bürgerauftrag – Ist das noch demokratisch? Im Rahmen der Reihe „Was Ihr Wollt!“ im Grünen Salon der Berliner Volksbühne, konzipiert von der Gesellschaft der Neuen Auftraggeber

Podiumsdiskussion mit Dr. Mark Terkessidis (freier Autor und Migrationsforscher), Prof. Dr. Wolfgang Merkel (Direktor der Abteilung Demokratie und Demokratisierung am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung, Berlin), Dr. Juliane Stückrad (Büro für Angewandte Kulturforschung, Eisenach/ Lehrstuhl für Volkskunde an der Friedrich-Schiller-Universität Jena) und Alexander Koch (Direktor Gesellschaft der Neuen Auftraggeber, Berlin).

Moderation: Simone Miller (Kulturredakteurin bei Deutschlandfunk Kultur)

Podium: Klappe halten? Handeln in Zeiten lärmender Rhetorik

2019

Podium: Klappe halten? Handeln in Zeiten lärmender Rhetorik

Paneldiskussion im Grünen Salon der Berliner Volksbühne mit Alice Creischer (Künstlerin, Autorin), Dorothea von Hantelmann (Kunsthistorikerin, Kuratorin),  Maria Schmidt (Aktivistin, Extinction Rebellion), Zoë Claire Miller (Künstlerin, Sprecherin bbk berlin, Mitbegründerin Berlin Art Prize)
Moderation: Alexander Koch

Manchmal wird es laut. Dröhnende Sätze, ja selbst ein wütender Aufschrei, können gesund sein. Überdosiert vergiften sie jedoch das gesellschaftliche Klima. Dabei kann den Ohren etwas entgehen, das mehr Kraft besitzt als alle lärmende Rhetorik: das Handeln. Darum soll es an diesem Abend gehen. Denn wo etwas getan wird, ohne große Worte zu machen, da kann mächtig was los sein. Wie kann das Tun Gemeinschaften verändern? Birgt künstlerisches Tun ein besonderes Versprechen auf Transformation? Wie kann man von Problemen und Konflikten handeln, statt (nur) über sie zu sprechen? Wo Schreihälse um die Lufthoheit streiten, wird um sie herum vielleicht schon der Boden umgegraben.

2019

Podium: Konflikttransformation in Krisengebieten

Mit Prof. Dr. Dr. Hans-Joachim Gießmann, Executive Director der Berghof Foundation, Dr. Nicole Rieber, Projektmanagerin im Bereich Digitale Friedenspädagogik bei der Berghof Foundation, Prof. Dr. Angela Mickley emer., Konfliktbearbeitung, Friedenserziehung und Ökologie im an der FH Potsdam, Forschung/Entwicklung zu Krisenintervention mit Sozialfokus, Mechthild von Schwerin, Mediatorin, Landschaftsplanerin, Künstlerin, Moderation: Alexander Koch, Direktor der Gesellschaft der Neuen Auftraggeber

----

Heute sind von der Ehekrise bis zum Bürgerkrieg Scharen von Mediatoren in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft engagiert, um so gut wie möglich Frieden zu stiften. Aber wie machen sie das eigentlich? Das Metier ist diskret und komplex. Es lebt von Empathie, psychologischer Einsicht und … weiterlesen

Text, 2018

Interview: „Man kann das alles schon sehr lange wissen.“ Chemnitz und die Folgen.

Nach den Ereignissen von Chemnitz reagiert die Berliner Galerie KOW mit einer Spontan-Ausstellung zum Rechtsruck in Deutschland. Mitinhaber Alexander Koch spricht über politische Kunst, den Zusammenhang von Rechtspopulismus und sozialer Ungleichheit und die Rolle der Kultur im Neoliberalismus.

Ist zu den rechten Aufmärschen in Chemnitz schon alles gesagt? Der Berliner Galerist Alexander Koch meint: nein. Spontan hat er das Programm der Galerie KOW geändert und zeigt seit Samstag die Gruppenausstellung "Was euch am Leben hält, ist, was bei uns zu Asche zerfällt". Das Zitat stammt von einem Graffito, das Tobias Zielony 2003 in Thüringen fotografiert hat. Wir haben Koch gefragt, wie die politischen Lager wieder ins Gespräch kommen können.

Alexander Koch, eine Galerie ist normalerweise eine eng getaktete Maschinerie mit lange vorausgeplanten Ausstellungen. … weiterlesen

Symposium: Rethinking Locality, Art and Economy

2018

Symposium: Rethinking Locality, Art and Economy

Akademie der Künste der Welt Köln, Zusammenarbeit mit Aneta Rostkowska. Mit Boris Groys, Mikołaj Iwański, Alexander Koch, Sarah van Lamsweerde, Maria Lind, Cecylia Malik, Suhail Malik, Oliver Marboeuf, Esther Mugambi, Britta Peters, Nataša Petrešin-Bachelez, Aneta Rostkowska

2017

Podium: Kuratorisches Forschen

neue Gesellschaft für bildende Kunst, Berlin

Mit Beatrice von Bismarck, Kunsthistorikerin, Kuratorin, Professorin u.a. für Bildwissenschaft und Initiatorin des Studiengangs „Kulturen des Kuratorischen“ an der HGB Leipzig Alexander Koch, Kurator, Autor, Galerist (KOW) und Leiter Neue Auftraggeber/New Patrons Jochen Becker, Autor, Kurator und Dozent. Mitbegründer von metroZones / Center for Urban Affairs Susanne Weiß, Museologin, Kuratorin und Kunstvermittlerin, Lehrkraft an der Burg Giebichenstein Moderation: Lilian Engelmann, Geschäftsführerin der nGbK

"Dem zeitgenössischen Ausstellungsmachen werden eine Reihe von Aufgaben zugeschrieben – zum Beispiel das Organisieren von Öffentlichkeiten, das Versammeln und Inszenieren kultureller Praktiken, die Reflexion über Wissensvermittlung. Das Kuratorische scheint dabei zur eigenen kulturellen Praxis … weiterlesen

Interview: The New Patrons in Germany

Video 5 min, 2017

Interview: The New Patrons in Germany

Interview by Thérèse Legierse with Alexander Koch (Die Neue Auftraggeber), Berlin, about the implementation of the protocol of the New patrons in Germany.

nouveauxcommanditaires.eu/fr/17/11/focus7

Interview: The New Patrons in Africa

Video 9 min, 2017

Interview: The New Patrons in Africa

Interview by Thérèse Legiers with Alexander Koch (Die Neue Auftraggeber), Berlin, about the implementation of the protocol of the New patrons in Africa.

http://www.nouveauxcommanditaires.eu/fr/17/10/focus6

Interview: Was ich von der documeta 14 gelernt habe

Video 11 min, 2017

Interview: Was ich von der documeta 14 gelernt habe

„Den Auftakt unserer Interviewserie „A Moment with“ machen wir mit Alexander Koch. Er ist Kurator, Autor, kulturstrategischer Berater und Gründer der Galerie KOW. Mit seinen Gedanken zur d14 nimmt er Bezug auf die in der Presse doch sehr negativ konnotierte Rezeption der diesjährigen documenta. Als Kunstprofi berichtet er von seiner ganz persönlichen Begegnung mit der d14 in Athen und Kassel und eröffnet dabei eine überraschend frische Perspektive.“ (Dorten)

Schauspiel: EUTOPIA – Theaterperformance von Poka-Yio mit Alexander Koch als Helmut Kohl
Schauspiel: EUTOPIA – Theaterperformance von Poka-Yio mit Alexander Koch als Helmut Kohl
Schauspiel: EUTOPIA – Theaterperformance von Poka-Yio mit Alexander Koch als Helmut Kohl
Schauspiel: EUTOPIA – Theaterperformance von Poka-Yio mit Alexander Koch als Helmut Kohl
Schauspiel: EUTOPIA – Theaterperformance von Poka-Yio mit Alexander Koch als Helmut Kohl
Schauspiel: EUTOPIA – Theaterperformance von Poka-Yio mit Alexander Koch als Helmut Kohl
Schauspiel: EUTOPIA – Theaterperformance von Poka-Yio mit Alexander Koch als Helmut Kohl

2016

Schauspiel: EUTOPIA – Theaterperformance von Poka-Yio mit Alexander Koch als Helmut Kohl

Nationaltheater Oslo
Frascati Theater Amsterdam
Volksbühne Berlin

In Eutopia kommen vier europäische Bürger und ein Moderator als Fokusgruppe in einem Raum zusammen. Jeder Teilnehmer erhält die Rolle einer historischen Persönlichkeit: Jean Monnet, Helmut Kohl, François Mitterrand und die Astrologin Elizabeth Teissier. Sie werden zur Europäischen Union und ihren Fehlern befragt: Wie können wir die Gründungsfehler der EU rückgängig machen? Wie können wir falsche Ziele finden und korrigieren? Hat die EU eine Zukunft? Was sagen uns die Sterne? „Eutopia“ ist das Ergebnis einer deutsch-griechischen Zusammenarbeit und eine Produktion des Nationaltheaters Oslo.

Mit
Francois Mitterrand – Nikolas Hanakoulas
Helmut Kohl – Alexander Koch
Elizabeth Teissier – Eleni Kostika
Jean Monnet – Kostis Stafylakis
Moderator – Poka-Yio

Konzept und Produktion – Poka-Yio

2016

Podium: Kunst und Ungerechtigkeit. Alexander Koch mit Renzo Martens und Kolja Reichert

Alexander Koch (KOW) im Gespräch mit Renzo Martens (Künstler) und Kolja Reichert (Kritiker). ACUD Studio Berlin

Die zeitgenössische Kunst hat ein unangenehmes Problem: sie ist ein Motor für soziale Ungerechtigkeit. Sie mag ökonomische Segregation, Gentrifizierung, Neokolonialismus und vieles mehr kritisieren – gleichzeitig schlägt der ästhetisch-industrielle Komplex finanzielles und symbolisches Kapital aus der künstlerischen Kritik an ökonomischer Ungleichheit und akkumuliert dieses Kapital in Kunstmetropolen wie London, New York und Berlin. Auf einer ehemaligen Unilever-Plantage in der Demokratischen Republik Kongo hat das von Renzo Martens gegründete Institut for Human Activities (IHA) 2012 gemeinsam mit lokalen Partnern einen Modellversuch gestartet, der diesen Mechanismus umkehren will. Kann künstlerische Kritik Selbstbestimmung und Geld dort generieren, wo sie dringend … weiterlesen

Podium: Brauchen wir einen solidarischen Populismus? Alexander Koch mit Candice Breitz, Mischa Gabowitsch und Maximilian Popp

2016

Podium: Brauchen wir einen solidarischen Populismus? Alexander Koch mit Candice Breitz, Mischa Gabowitsch und Maximilian Popp

Alexander Koch (KOW) im Gespräch mit Candice Breitz (Künstlerin), Mischa Gabowitsch (Soziologe, Einstein Forum Potsdam) und Maximilian Popp (Journalist, Spiegel). ACUD Studio Berlin

Ohne linken Populismus fehlt in der politischen Arena nicht nur das Gegengewicht zum erstarkten Rechtspopulismus – es fehlt auch ein Instrument, um linke Ideale populär und um emanzipative Politik verständlich und attraktiv zu machen. Vernunft ist nur die halbe politische Miete. Die andere Hälfte sind starke Gefühle, griffige Metaphern und die gekonnte Reduktion von Komplexität. Um Entsolidarisierung und Neonationalismus Paroli zu bieten brauchen wir einen Solidarischen Populismus. Oder gerade nicht? Ist Populismus gleich welcher Couleur gefährlich, dumm und letztlich das Ende des politischen Diskurses? Hilft ein Blick auf die Gegenwartskunst, diese Frage zu beantworten?

Text, 2016

Interview: by Carson Chan about the New Patrons in Germany and abroad

Carson Chan: In 2007 you became the co-founder of New Patrons in Germany and are today the director of this program. New Patrons is a non-for-profit organization that enables people that have been traditionally marginalized by the art world to commission artworks. Art has traditionally been commissioned by the elite. But the desire to participate in the cultural production extends far beyond those in power.

Alexander Koch: Absolutely, and we are often unaware how important commissioning artworks can be to publicly express ones interests and shape social identity. The artistic commission has been a key component of human culture for thousands of years. Almost all of the canonical artworks from the past are commissions and have patrons. What has never changed really is that most art is produced by and for one percent of the population. 99% of the world is not involved in … weiterlesen

Text, 2015

Podium: Kunst als Streik. Oliver Marchart, Alexander Koch und Ludger Schwarte

Dieses Gespräch ist erschienen in: Barbara Gronau (Hg.), Künste des Anhaltens, Ästhetische Verfahren des Stillstellens, Berlin 2019.

Oliver Marchart:

Die Arbeit, die mir als Erstes zum Thema „Künste des Anhaltens“ in den Sinn gekommen ist, ist die Performance Nr. 0 des israelischen Performancekollektivs Public Movement: ein synchronisierter, spiegelsymmetrischer Verkehrsunfall.

Bevor ich darauf eingehe, möchte ich aber sagen, dass mein Zugang sich weniger auf die Frage des Kunststreiks als Streik innerhalb der Kunst beziehen wird oder als eine Bestreikung von Kunst, die dann ihrerseits als eigene künstlerische Arbeit wahrgenommen wird, es ist eher der Versuch, das Politische am Streik sowie die Verbindung künstlerischer Praxis zu diesem Politischen herauszuarbeiten. Denn Streik ist … weiterlesen

Audio 150 min, 2015

Podium: Relevanzdiktat und das Spezifische der Kunst

HGB Leipzig

Mit Kathrin Busch, Alexander Koch, Peter Wiersbinski. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Relevanz der Kunst, Kunst der Relevanz.

https://www.hgb-leipzig.de/Relevanz_der_Kunst/RelevanzDerKunst1.mp3

"Seit etwa 20 Jahren lässt sich eine erneute Hinwendung der Kunst zu sozialen und politischen Problemstellungen beobachten. Kunst um ihrer selbst willen zu produzieren, erscheint vielen Künstler*innen nicht mehr nur unbefriedigend, sondern angesichts der gegenwärtigen Ubiquität der Krise(n) auch ethisch und politisch fragwürdig. Referenzrahmen und Methoden künstlerischer Praxis haben sich radikal erweitert. Die üblichen kunsthistorischen Bezugnahmen reichen für den Ausweis der Relevanz von Kunst nicht mehr aus. Statt solipsistisch … weiterlesen

2015

Symposium: Politik der Kunst – Über Möglichkeiten, das Ästhetische politisch zu denken

Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste Berlin

Mit Leonhard Emmerling, Alexander García Düttmann, Ines Kleesattel, Gertrud Koch, Isabelle Graw, Christoph Menke, Christian Janecke, Christian Bermes, Sabeth Buchmann, Christoph Bartmann, Jörg Heiser, Holger Kube Ventura, Moderation: Alexander Koch

Mit der Idee von der Autonomie der Kunst verknüpft sich als ihr komplementärer Widerpart die Frage nach dem politischen Charakter der Kunst. Sie stellt sich in veränderten historischen und sozialen Kontexten immer neu und stets anders. Dementsprechend variieren die Antworten auf diese Frage. Sie reichen von „Kunst ist immer politisch“ bis zu „Kunst kann nie politisch sein“, von „Kunst darf nie politisch sein“ bis zu „Kunst muss immer politisch sein“. Welche Position kommt … weiterlesen

Podium: Prekarisierung künstlerischer Bildung

2006

Podium: Prekarisierung künstlerischer Bildung

Mit Marius Babias, Beatrice von Bismarck, Alexander Koch und Stefan Roemer. Im Rahmen von „Randgang – Forum gegen Bildung- und Sozialabbau“, Hochschule für Gestaltung Offenbach